Produktion um 0,6 Prozent gestiegen

Die Produktion der Stahl und Metall verarbeitenden Industrie ist vorläufigen Daten zu Folge im Jahr 2015 um 0,6 Prozent über das Vorjahresniveau gewachsen. Das Konjunkturbild der Vorjahre hat sich erneut wiederholt, einem positiven ersten Halbjahr folgte ein schwächeres zweites. In jedem Quartal des Jahres 2015 lag die Produktion um 0,6 Prozent über dem Vorjahresquartal. Die Zahl der Beschäftigten war Ende 2015 über 351.300 Mitarbeitern in den Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten und damit 0,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

22. Februar 2016

Zum Start in das Jahr 2016 hat sich die Stimmung in der Stahl und Metall verarbeitenden Industrie abgekühlt. Die Zuversicht vom Jahresende wurden von einer möglichen Wachstumsschwäche in China, niedrigen Rohstoffpreisen und geopolitischen Unruhen weggewischt.

Die PKW-Nachfrage bleibt global intakt, jedenfalls deuten dies die aktuellen Zulassungszahlen und die Erwartungen für die Branche an. Auch die endverbrauchernahen Produzenten gehen angesichts des kräftigen Konsums und weiterhin niedriger Zinsen und Inflation optimistisch in das Jahr 2016. Dagegen kommt die Nachfrage anderer wichtiger Kundenbranchen wie des Maschinen- und Anlagenbaus noch nicht nennenswert in Schwung. Der Investitionsstau löst sich eher langsam auf.

 

USA wichtigster Markt außerhalb Europas

Das direkte Auslandsgeschäft macht in der Stahl- und Metallverarbeitung etwa ein Drittel des Gesamtumsatzes aus, wobei 58 Prozent der Exporte an Länder der Euro-Zone gehen. Mit knapp acht Prpzent Exportanteil sind die USA der wichtigste Markt außerhalb Europas. Im Schlussquartal lagen die Auslandslieferungen um vier Prozent unter dem Vorjahreswert.

Auf Jahressicht sind 0,9 Prozent mehr Exporte getätigt worden als 2014. Die Auftragseingänge aus dem Ausland haben sich in dem Zeitraum allerdings um 3,2 Prozent abgeschwächt. Das ist zwar einem Basiseffekt geschuldet, da im Vorjahr Großaufträge das Bild verzerrt haben, gleichwohl ist aber auch die Entwicklung im Jahresverlauf nicht erfreulich. Die Wachstumsschwäche der Schwellenländer macht sich bemerkbar.

Das Jahr 2015 war geprägt von hohem Kostendruck und schwierigeren Verhandlungen entlang der Lieferkette. Zudem haben negative Berichte über die konjunkturellen Aussichten in China, die Abgasmanipulationen bei VW sowie die gestiegene Bedrohung durch terroristische Aktivitäten sicherlich zeitweise zu Verunsicherungen geführt.

Herausforderungen gemeistert

Gleichwohl haben die mittelständischen, überwiegend familiär geführten Unternehmen der Stahl- und Metallverarbeitung die Herausforderungen des zurückliegenden Jahres gemeistert und sich im Weltmarkt erneut behauptet.

Der Ausblick auf 2016 fällt angesichts der Erwartungen der wichtigsten Kunden der Branche verhalten optimistisch aus. Um mehr als ein Prozent Wachstum zu erzielen, muss es der Branche gelingen, Innovationen in die Kundenprodukte einzubringen, die dort für echte Mehrwerte sorgen, etwa über die Trendthemen Leichtbau und Effizienz.