Produktion nimmt zu

Die Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Konjunktur in der deutschen Aluminiumindustrie nimmt zu. Für das 4. Quartal 2014 erwartet die Branche dennoch eine weitgehend stabile Mengenkonjunktur. Die Produktion konnte in den ersten drei Quartalen in allen Bereichen leicht zulegen.

09. Dezember 2014

In Deutschland wurden von Januar bis September 2014 rund 846.594 Tonnen Rohaluminium erzeugt. Damit liegt die Produktion drei Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraumes. Die Herstellung von Rohaluminium teilte sich in diesem Zeitraum auf 393.186 Tonnen Hüttenaluminium und 453.408 Tonnen Recyclingaluminium auf. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die Produktion von Hüttenaluminium um neun Prozent, während die Recyclingaluminiumproduktion um zwei Prozent zurückging.

Halbzeugproduktion mit Volumenwachstum

Die Erzeugung von Aluminiumhalbzeug belief sich in den ersten drei Quartalen 2014 auf 1,948 Millionen Tonnen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist dies ein Anstieg von drei Prozent. Die Unternehmen produzieren Walzprodukte, Strangpressprodukte, Drähte und Schmiedeteile. Quantitativ ist die Produktion von Aluminiumhalbzeug der wichtigste Bereich der deutschen Aluminiumindustrie.

Tuben, Aerosol- und sonstige Dosen leicht positiv

In der Aluminiumweiterverarbeitung wurden in Deutschland von Januar bis September 2014 insgesamt 267.093 Tonnen hergestellt. Das Produktionsvolumen stieg damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um vier Prozent. Die Weiterverarbeitung wird aufgegliedert in die Bereiche „Folien und dünne Bänder“, „Tuben, Aerosol- und sonstige Dosen“ sowie „Metallpulver“. Während im Bereich Metallpulver starke Mengenzuwächse zu verzeichnen waren, stieg die Produktion bei Tuben, Aerosol- und sonstigen Dosen sowie Folien und dünnen Bändern nur geringfügig an.

Konjunkturerwartungen von Unsicherheit geprägt

Die deutsche Volkswirtschaft wird sich der Abschwächung des Weltwirtschaftsklimas nicht vollständig entziehen können. Insbesondere kann die Aluminiumnachfrage stark exportorientierter Abnehmerindustrien wie Maschinenbau und Elektrotechnik negativ von dieser Entwicklung beeinträchtigt werden. Nach Ansicht von Andreas Postler, Leiter Volkswirtschaft und Statistik beim GDA, sollte die konjunkturelle Lage Deutschlands grundsätzlich nicht zu negativ gezeichnet werden: „Die harten Konjunkturindikatoren sind in der Aluminiumindustrie derzeit grundsätzlich in Ordnung, die Stimmungsindikatoren sind jedoch eingetrübt. Dies liegt insbesondere an den Erwartungen, welche seit einiger Zeit abwärtsgerichtet sind. Hinzu kommt, dass die Prognosen für die wichtigsten Abnehmerindustrien der Aluminiumindustrie für das kommende Jahr abwärtsrevidiert wurden. Sollten sich die geopolitischen Rahmenbedingungen nicht weiter verschärfen, so könnte die deutsche Aluminiumindustrie im Jahresverlauf 2015 wieder Fahrt aufnehmen.“