Positive Signale im ersten Quartal

Bosch Rexroth stellt die Weichen für zukünftiges Wachstum

18. Juni 2010

Mit einer spürbaren Erholung des Umsatzes rechnet die Bosch Rexroth AG im zweiten Halbjahr 2010, nachdem bereits in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres der Auftragseingang den entsprechenden Vorjahreswert übersteigt.

Trotz eines weltweit deutlich gesunkenen Geschäftsvolumens im Krisenjahr 2009 konnte das Unternehmen zweistellige Wachstumsraten in China und Indien erzielen. Mit Innovationen und einer auf Märkte und Branchen ausgerichteten Organisationsstruktur bereitet der Zulieferer für industrielle Anwendungen, mobile Arbeitsmaschinen und erneuerbare Energien die Rückkehr zum langfristigen Wachstumstrend vor. Die Rückkehr zum Vorkrisenniveau wird aber mehrere Jahre dauern.

„Unser Blick ist nach vorn gerichtet und bereits 2010 wird Bosch Rexroth wieder zulegen“, bekräftigte Dr. Albert Hieronimus, Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG, bei der Vorstellung der Unternehmenszahlen für das Geschäftsjahr 2009 in Frankfurt. In den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres lag der Auftragseingang bereits über den Vorjahreswerten, erreichte aber noch nicht das hohe Niveau von 2008.

Das Unternehmen erwartet eine spürbare Erholung erst ab dem zweiten Halbjahr und setzt dabei auf Wachstumsmärkte vor allem in Asien und eine hohe Innovationskraft.

2009 zeigte die weltweite Wirtschaftskrise mit einem um rund 30 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro gesunkenen Umsatz auch in der Bilanz der Bosch Rexroth AG tiefe Spuren. Bis zum Beginn der Krise war das Unternehmen innerhalb von acht Jahren seit der Übernahme durch Bosch um mehr als 50 Prozent aus eigener Kraft gewachsen. Gegen den Trend erzielte Bosch Rexroth auch 2009 in China und Indien zweistellige Wachstumsraten und hielt in Brasilien den Umsatz auf Vorkrisenniveau.

Die Tochtergesellschaft der Bosch-Gruppe setzt stark auf das Know-how und das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um wieder auf den Wachstumskurs einzuschwenken. „Bosch Rexroth hat 2009 in besonderem Maße darauf geachtet, seine Kernmannschaft weitestgehend im Unternehmen zu halten“, zeigte Dr. Albert Hieronimus auf. „Dazu haben wir alle zur Verfügung stehenden Maßnahmen zur Arbeitszeitflexibilisierung und -verkürzung genutzt.“ Die Zahl der Beschäftigten sank weltweit im Krisenjahr um lediglich rund 3 Prozent auf 34.200. Gleichzeitig investierte Bosch Rexroth auch 2009 massiv in die Entwicklung neuer Produkte und wendete wie im Vorjahr rund 260 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung auf.

Mit einer neuen, auf Märkte und Branchen fokussierten Struktur greift Bosch Rexroth diese Marktveränderungen auf. Ab 1. Juli 2010 konzentriert Bosch Rexroth alle Aktivitäten in den Business-units „Mobile Applications“, „Industrial Applications“ und „Renewable Energies“, um die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu steigern.

Die Unternehmensspitze geht davon aus, dass es noch mehrere Jahre dauert, bis der Maschinen- und Anlagenbau wieder das Rekordniveau von 2007 erreichen wird, zeigt sich aber gedämpft optimistisch: „Ab 2010 kehrt Bosch Rexroth wieder zum Wachstumstrend der ersten acht Jahre zurück und wir gehen davon aus, dass wir das Jahr 2009 in Auftragseingang und Umsatz deutlich übertreffen“, gab Dr. Albert Hieronimus einen Ausblick auf die Geschäftsentwicklung der Bosch Rexroth AG.