Plasmaschneiden muss nicht laut sein

Aufgrund hoher Energiedichten und Strömungsgeschwindigkeiten entstehen beim Plasmaschneiden Lautstärken, die je nach Schneidaufgabe über 100 Dezibel betragen können. Kjellberg bietet mit der neuen Technik Silent Cut jetzt eine Lösung, um diese Lärmbelastung zu vermindern.

30. Oktober 2017
Silent Cutting: Schneiden von Weichstahl mit reduziertem Schalldruckpegel (Bild: Kjellberg)
Bild 1: Plasmaschneiden muss nicht laut sein (Silent Cutting: Schneiden von Weichstahl mit reduziertem Schalldruckpegel (Bild: Kjellberg))

Silent Cut reduziert beim Schneiden von Baustählen von vier bis 30 Millimeter Materialstärke den Schalldruckpegel beim Plasmaschneiden um 15 Dezibel. Dabei werden sogar die als besonders störend empfundenen hohen Frequenzen deutlich vermindert. Das menschliche Gehör empfindet eine Reduzierung der Lärmbelastung um zehn Dezibel als Halbierung der Lautstärke. Silent Cut leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Arbeitsschutz.

 

Silent-Cut-Schnittdatenbank

Grundlage der Silent-Cut-Technik sind eine einzigartige Kombination neuer Verschleißteile und neue Schnittdaten, mit denen der Anwender Löcher, Stege und Konturen in ähnlicher Qualität wie mit Contour Cut schneidet, und vom reduzierten Schalldruckpegel profitiert. Durch den einfachen Austausch der Verschleißteile und die Verwendung der Silent-Cut-Schnittdatenbank kann die Technik auch für bestehende Anlagen eingesetzt werden.

Silent Cut steht ab Dezember 2017 für Smart Focus und ab Januar 2018 für Hifocus neo zur Verfügung. Auf der Schweißen & Schneiden zeigte Kjellberg an zwei Führungsmaschinen das Plasmaschneiden von Baustahl. Dabei gab es den direkten Vergleich der bewährten Contour-Cut-Technik und der neuen Silent Cut. Die Qualität der Plasmaschnitte bleibt gleich, die Lärmbelastung ist deutlich geringer.