Planungs- und Kalkulationssoftware weiterentwickelt

Die HSi GmbH aus Erfurt präsentiert auf der Intec 2013 (Halle 1, Stand A39) ihre bewährten Softwarelösungen zur schnellen Ermittlung von exakten Planzeiten sowie zur Erstellung von Arbeitsplänen und fertigungsnahen Kalkulationen.

12. Februar 2013

Die Programme dienen HSplan und HSmont zur Arbeitsplanung und HSkalk zur Angebotskalkulation. Möglich wird dies durch den Einsatz der HSi-Technologiebasis, die aus vorkonfigurierten Modulen für mechanische Bearbeitungsverfahren besteht. Die bereits hinterlegten Schnittwerte sichern eine sofortige Einsetzbarkeit. Die Konzeption der Software ermöglicht dem Anwender, z. B. bei sich verändernden technologischen Randbedingungen jederzeit selbst aktuelle Daten einzupflegen und sogar Regelwerke anzupassen oder neue zu erstellen.

HSi hat zahlreiche Funktionserweiterungen innerhalb der HSi-Verfahrensmodule Drehen, Fräsen, Bohren, Schleifen und Erodieren vorgenommen. Desweiteren erfolgten Optimierungen der ebenfalls in der Technologiebasis vorhandenen typischen Stahlbauverfahren wie Schneiden, Strahlen, Richten, Schweißen und Farbgebung. Es wurden außerdem neue Verfahrensmodule wie Biegen, Kanten, Hobeln, Stoßen, Nutenziehen und Räumen aufgenommen.

Die mit HSplan erstellten Arbeitspläne enthalten exakt berechnete Planzeiten und bilden die Voraussetzung für eine optimale Fertigungsplanung und -steuerung. Wahlweise können die Arbeitspläne an ein PPS/ERP-System übergeben oder in der HSi-eigenen Auftragssteuerung HSauftrag weiterverarbeitet werden. Schnittstellen existieren zu allen gängigen PPS-Systemen und vollständige Integrationen bestehen derzeit für SAP, BAAN, Fepa, Proalpha, Navision, Ifos, …

Mit HSauftrag haben Meister und Werkstattleiter die Möglichkeit, die Aufträge zu terminieren und die Fertigungskapazitäten gleichmäßig auszulasten. Die Auftragssteuerung ergänzt die HSi-Kalkulationslösungen um die Terminierung, Kapazitätsvorschau, Arbeitsfortschrittskontrolle und Nachkalkulation von Aufträgen. Eine besonders informative und aussagekräftige Darstellung von Terminen und Kapazitäten bietet das Modul „Plantafel“. Hier wird arbeitsplatz- und auftragsbezogen der aktuelle Stand der Produktionsplanung dargestellt. Auf einen Blick sieht der Anwender alle Über- und Unterkapazitäten und kann schnell die notwendigen Neuplanungen vornehmen.

Das Programm HSkalk erstellt Angebote für Einzelteile und komplexe Erzeugnisse schnell und mit präzisen Ergebnissen. Es ist u. a. ideal für den Lohnfertiger, denn es lassen sich Kostenschwerpunkte erkennen und entsprechende Alternativen errechnen. Ferner hat der Einkauf die Möglichkeit, eingehende Angebote gegenzukalkulieren und auf Plausibilität zu prüfen. Diese Softwarelösungen mit der Anbindung an vor-handene ERP/PPS-Systeme steigern nochmals Transparenz und Effizienz in den Produktionsunternehmen.

Mit der Softwarelösung HSkalk/TK ermöglicht HSi die Bildung von technologie- und länderspezifischen sowie betriebswirtschaftlichen Kalkulationsvarianten und damit sehr aussagefähige Standortvergleiche. Mit Stundensätzen pro Verfahren, Maschinengröße und ausgewählten Ländern werden die Herstellkosten an den Standorten verglichen. Zwar sind die Einflussgrößen für die Stundensätze vorbelegt, können jedoch wie bei allen HSi-Anwendungen vom Anwender selbst modifiziert werden.

Der Softwarehersteller vereint die technischen Parameter der Maschine mit den kommerziellen Faktoren wie Wiederbeschaffungswert, Lohnanteil usw. Auch die Ergebnisse aus der Lieferantenbewertung können berücksichtigt werden. So lassen sich auch Gegenkalkulationen zu Lieferantenangeboten erstellen, z. B. bei der Fremdvergabe von Fertigungsaufträgen. Damit liegt eine ganzheitliche Kostenbetrachtung zur fundierten Entscheidungsfindung vor. Der Anwender wird in die Lage versetzt, hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit die Wirtschaftlichkeit des kalkulierten Fertigungsvorhabens besser bewerten zu können.

Die spezielle Branchenlösung HSkalk/WZB für den Werkzeugbau dient zur effektiven Vorkalkulation von Schnitt-, Stanz-, Zieh- und Biegewerkzeugen sowie Folgeverbundwerkzeugen. Anhand der Teiledaten werden automatisch die Abmessungen der Werkzeugkomponenten ermittelt, die Komponentenliste generiert sowie die Materialkosten bestimmt. Aufgrund des Komponententyps und der Dimension wird des weiteren auf die mechanische Bearbeitung geschlossen, so dass die entsprechenden HSi-Verfahrensbausteine zur Berechnung der Fertigungszeit und der Fertigungskosten aktiviert werden.

Konstruktions-, Programmier- und Montageaufwände werden über hinterlegte Tabellen ebenfalls berechnet. Auf diese Weise stehen erfahrungsgemäß innerhalb von wenigen Minuten werkstatttaugliche Arbeitspläne mit exakten Zeiten, auch für umfangreiche bzw. mehrschichtige Bearbeitungsprozesse, zur Verfügung.

Mit HSanalyse steht ein Modul zur Verfügung, um Prozesse exakt zu bewerten, d. h. auf der Basis von System vorbestimmten Zeiten (Work-Factor, MTM, …) werden Abläufe analysiert und Planzeiten ermittelt. Die so gewonnenen Zeiten sind direkt in der Arbeitsplanung oder in der stücklistenbasierenden Montagezeitermittlung HSmont nutzbar. Einsatzmöglichkeiten bestehen u. a. bei der Bewertung und Optimierung von Montage- und Demontageprozessen, in der Instandhaltung und der Logistik. Für die Bestimmung von Neben- und Rüstzeiten stellt die Auftragsanalyse die ideale Ergänzung zu HSplan dar. SAP-Anwender haben die Möglichkeit, direkt auf die Planzeitwerte zuzugreifen.

Neben der Nutzung von bidirektionalen Schnittstellen bietet HSi auch die vollständige Integration in ERP-Systeme an. Liegt der Schwerpunkt des Kunden auf der Angebotskalkulation, kann er extern Angebote kalkulieren und im Auftragsfall die Arbeitsgangfolge an das jeweilige PPS/ERP-System übergeben.

Eine weitere Neuerung besteht darin, dass neben der bereits bewährten SAP-Integration in das Modul PP nun eine Anbin-dung an SAP-PM ermöglicht wurde. Dieses SAP-Modul enthält die Funktionen für die Inspektion, Wartung und Instandsetzung. Insbesondere im Vorfeld der Instandsetzung kommen die Planungsergebnisse von HSplan für die Vorkalkulation und zur Erstellung von Arbeitsplänen zum Tragen.

Zur Vermeidung von Eingabefehlern, Reduzierung des Eingabeaufwands und zur Beschleunigung der Kalkulations- und Planungsprozesse wurden von HSi CAD-Kopplungen entwickelt. Somit kann beispielsweise der erforderliche Input über die Geometriedaten in Form der Übernahme von Drehteil-Konturen oder von Feature-Listen für Bohrberechnungen erfolgen.