Orbitalschweißen bei Materialvielfalt

Technik/Rohrbearbeitung

Wenn hochwertige Schweißungen gefordert sind, ist das WIG-Orbitalschweißen ideal für Anwendungen zum Rohr-Rohr- oder Rohr-Rohrboden-Schweißen. Das stabile, zuverlässige Verfahren kann bei einer breiten Palette an Werkstoffen verwendet werden, etwa bei Edelstahl, Titan, Nickel- und Aluminiumlegierungen.

22. März 2018
Perfekte Schweißung dank WIG-Verfahren. © Polysoude
Bild 1: Orbitalschweißen bei Materialvielfalt (Perfekte Schweißung dank WIG-Verfahren. © Polysoude)

Die Effizienz der WIG-Orbitalschweißeinrichtung von Polysoude kommt durch eine präzise Programmiermöglichkeit. Mit der neuen Generation der Stromquellen von Polysoude, wie etwa der P4/P6, gewährleistet die Entwicklung des Schweißprogramms eine hochwertige Schweißung durch Automatisierung. Das Programm lässt sich einfach über die grafische Benutzerschnittstelle erstellen.

Der Schweißzyklus kann so oft wie nötig mit demselben Ergebnis wiederholt werden. Die Orbitalschweißeinrichtung ist für eine Echtzeit-Überwachung der Haupt-Schweißparameter ausgelegt, die überprüft und in einem vollständigen Schweißprotokoll zusammengestellt werden können. Das Protokoll dient zur Nachverfolgbarkeit.

Weiter ermöglicht es die P4/P6 dem Bediener, passende Schweißprogramme zu finden. Der Benutzer gibt Grundinformationen zu Größe und Werkstoff der zu verbindenden Rohre an. Das System ruft seine Datenbank auf, um ähnliche Anwendungen zu suchen, oder schlägt durch progressive Berechnung ermittelte Schweißparameter vor. Das vorgeschlagene Schweißverfahren kann schließlich durch ein Hilfemenü oder einen Schweißassistenten optimiert werden.

Personalisierte Lösungen für ein breites Spektrum

Polysoude bietet ein breites Standardspektrum an Orbitalschweißeinrichtungen für das WIG-Orbitalschweißen sowie automatisierte Lösungen unter Einbeziehung der neuesten Techniken an.

Eine Orbitalschweißeinrichtung besteht allgemein aus den folgenden Bestandteilen: einer programmierbaren Stromquelle mit einer Fernbedienung, entweder getrennt vom Schweißkopf oder als Bestandteil davon, dem Schweißkopf und einer Drahtvorschubeinrichtung, wenn es die Anwendung erfordert.

Polysoude stellt eine vollständige Palette an modularen und anpassbaren, offenen und geschlossenen Schweißköpfen und Orbitalschweißstromquellen für unterschiedliche Anwendungen her, die diverse Durchmesser, Wanddicken und Werkstückgeometrien abdeckt.

Die Orbitalschweißeinrichtungen von Polysoude sind dafür ausgelegt, die steigenden Qualitätsanforderungen für Werkstoffe, die oft schwierig zu schweißen sind, zu erfüllen. Bei hoch legierten Werkstoffen kann nach Angaben des Herstellers nur automatisiertes Orbitalschweißen einen eingeschränkten Wärmeeintrag während des Schweißens garantieren und dadurch die Werkstoffeigenschaften bewahren.

Wer profitiert von der Orbitalschweißtechnik?

Zwei von drei Benutzern weltweit verlassen sich auf Polysoude-Lösungen mit hoher Schweißqualität und Produktivität. Auf Gebieten wie der Halbleiterindustrie, der Biochemie, dem Gerätebau, der Lebensmittelindustrie, der pharmazeutischen und chemischen Industrie oder der Luft- und Raumfahrt können Schmelzschweißungen dünnwandiger Rohre vorgenommen werden. Schmelzschweißungen werden unter Verwendung tragbarer Inverter-Stromquellen in Kombination mit geschlossenen Orbitalschweißköpfen ausgeführt.

Die Schweißköpfe mit geschlossener Kammer, beispielsweise die MW-Reihe von Polysoude, sind insbesondere darauf ausgelegt, die Anforderungen von Hygieneanwendungen zu erfüllen. Im Schweißkopf fließt das Schutzgas direkt zur Schweißzone. Somit sind alle Schweißungen oxidationsfrei und erfüllen die Hygieneanforderungen.

In den meisten Fällen bestehen die Rohre aus austenitischem Edelstahl, aber auch Nickellegierungen sowie Titan und Titanlegierungen können geschweißt werden.

Auf den Gebieten der Stromerzeugung (Kraftwerke), der Öl- und Gasindustrie und der petrochemischen Industrie werden oft Rohr-Rohr-Schweißanwendungen mit Zugabe von Schweißdraht gefordert. Auch das kann das WIG-Orbitalschweißen mit dem breiten Bereich an Grundwerkstoffen erfüllen.

Automatisierung und hohe Produktivität

Speziell für die chemische und petrochemische Industrie, wo Kessel und Wärmetauscher verwendet werden, bietet Polysoude Rohr-Rohrboden-Schweißköpfe mit oder ohne Zusatzdraht und einen fortlaufend rotierenden Brenner an. Dank Wasserkühlung wird ein hoher Auslastungsgrad erreicht.

Für sehr dickwandige Rohre hat der französische Schweißtechnikhersteller – zusätzlich zum Heißdraht-WIG-Verfahren – eine neue Weise, die Produktivität zu erhöhen: durch Reduzieren der Schweißfugengestaltung. Dadurch muss weniger Volumen für die Schweißung gefüllt werden. Die Verwendung eines offenen Fahrwerk-Schweißkopfes, ausgestattet mit einem Engspaltfugenbrenner, schränkt die Menge des abgelagerten Metalls ein.

Tube Stand 6G03 www.polysoude.com

Erschienen in Ausgabe: 02/2018