Optimales Ergebnis

Technik

Bisher war das Programmieren von neuen Bauteilen nicht nur kompliziert, sondern auch zeitaufwendig. Für Münch war das der ausschlaggebende Grund, sich für ein Schweißrobotersystem von Panasonic zu entscheiden.

22. April 2013

Bernd Wittmann, Technischer Leiter und Qualitätsmanagementbeauftragter bei Münch im unterfränkischen Karlstadt, weiß wie er mit innovativer Technik flexibel auf die Wünsche seiner Kunden eingehen kann. Die Münch GmbH ist genau durch diese Flexibilität groß geworden. Aus der 1947 gegründeten Schlosserei ist nach der Übernahme von Gunther Petershofen im Jahr 1994 ein zuverlässiger Lieferant für den Maschinen- und Stahlbau geworden.

Das Leistungsangebot umfasst unter anderem den Laserzuschnitt auf eigenen Anlagen, das Abkanten und Pressen und die mechanische Bearbeitung. Das sind die optimalen Voraussetzungen für das vollautomatisierte Schweißen, da alle relevanten Vorarbeiten im eigenen Haus durchgeführt werden. Die Panasonic-Schweißausrüstung ist ein ET-2PD-XL-System. Durch die Losgrößen von 50 bis 400 Stück sind die flexible Nutzung und die schnellen Umrüstzeiten wichtige Punkte beim Anlagenlayout gewesen. Das Kundenspektrum reicht vom Maschinenbau bis zur Medizintechnik, was als ein Beleg für die hohen Qualitätsansprüche zu sehen ist. Zusammen mit dem Münch-eigenen Vorrichtungsbau kann damit auch kurzfristig, bei Änderungen der Bauteile und neuen Bestellungen, reagiert werden.

Um die Kosten für Bauteiländerungen und Prototypenerstellung so niedrig wie möglich zu halten, hat Münch sich für das Tawers-Schweißrobotersystem von Panasonic mit G3-Steuerung entschieden. Durch die integrierte ›Schweiß-Navigation‹-Funktion ist das Lösen einer Schweißaufgabe innerhalb kürzester Zeit erledigt. Die Schweiß-Navigation gibt dabei perfekte Schweißparameter inklusive Brennerstellung vor. Dazu ist lediglich die zusätzliche Eingabe der Blechstärken, Nahtart und A-Maß notwendig, und die Robotersteuerung errechnet automatisch die empfohlenen Parameter. Damit gehören die zeitaufwendige Spannungs- und Drahtvorschub-Geschwindigkeitssuche der Vergangenheit an.

Einzigartige Funktion

Der verantwortliche Programmierer, Patrick Schneider, schätzt diese einzigartige Funktion, da sie die Programmerstellung für ihn erheblich vereinfacht und beschleunigt hat. Ebenso wird der unnötige Verlust von teuren Musterteilen vermieden, wodurch sich zusätzlich Kosten einsparen lassen. Diese einmaligen Funktionen des Tawers-Schweißroboters werden durch seine für Schweißaufgaben optimale Konstruktion ermöglicht. Anstatt wie üblich einen Roboter mit einer Stromquelle zu verknüpfen ist bei Tawers die Stromquelle Bestandteil der Robotersteuerung. Dadurch ist es möglich, sowohl die Bewegungsfunktionen als auch die Schweißparameter durch eine CPU-Einheit zu steuern. Zum Beispiel ist damit ein beschleunigter Schweißstart und Schweißende integriert, da die Steuerung die Roboterbewegung als Teil der Draht-Vorschub-/Rückzug-Bewegung nutzt. Dies funktioniert vollkommen automatisch und der Anwender kann sich über diese Taktzeitoptimierung freuen. Als Bedieneinheit dient ein unter einem Kilogramm leichtes und ergonomisches Programmierhandgerät. Die Schweiß-Navigation-Funktion wird auch grafisch dargestellt, um Missverständnisse auszuschließen.

Erschienen in Ausgabe: 03/2013