Ohne Nacharbeit

Technik

Wer künftig in Sachen Rohrtrennung ganz vorn sein will, sollte die FZH kennen – meint die FZH. Dass dies nicht nur leere Versprechungen sind, will man mit dem Rohrschneidesystem Vario II beweisen.

21. Mai 2012

Kennen Sie das? Die störende, zwangsläufig unvermeidbare Gratbildung und Verunreinigung des Rohres während des Trennprozesses und die damit verbundenen Kosten? Derartige Abschnitte können so nicht weiterverarbeitet werden, die nachfolgenden Prozesse würden negativ beeinflusst. Folglich: Sie beißen in den sauren Apfel und investieren reichlich Zeit und Geld in die Nachbearbeitung.

Damit soll nun Schluss sein. Der Schneidkopf Vario II von FZH, Großkampenberg in der Eifel, soll laut Hersteller in Sekundenschnelle die vollautomatische Trennung dünner bis extrem dünnwandiger Rohre ganz ohne Spanbildung bewerkstelligen. Und das alles mit dieser relativ kompakten Anlage.

Die Schneidräder werden beim Vario II im Eilgang kurvengesteuert an das Produkt herangeführt. Die bereits am Bedienpult im Vorfeld eingegebenen Parameter regeln den Schneidvorgang. Drei sehr scharfe Schneidräder rotieren nun um das eingeführte Rohr und gleich darauf fällt der erste gratfreie Abschnitt in die dahinter geschaltete Weiterverarbeitung. Automatisch wird das nächste Rohr zugeführt, zeitgleich findet die Folgebearbeitung des abgetrennten Teils statt.

Der beim üblichen Absägen entstehende Außengrat wird bei diesem Vorgang nahezu ausgeschlossen. Vielmehr entsteht je nach verwendetem Schneidmesser am Rohrabschnitt ein kleiner, definierter Radius, der für die weitere Bearbeitung sehr hilfreich sein kann.

Lästiges Umrüsten oder eine Zweitmaschine zum Entraten fallen komplett weg. Energieeffizient und kostensparend erleichtert das System den Fertigungsprozess. Weitere Vorteile:

-kurze Bearbeitungszeiten

-keine Verformungen der Rohre

-keine Verunreinigung der Rohre

-keine Spanbildung

-keine Spannabdrücke

Der Vario II ist laut FZH leicht zu handhaben und sei fast wartungsfrei. Kühl- und Schmiermittel sollen nun der Vergangenheit angehören, was nicht nur dem Budget, sondern auch der Umwelt zugute kommt.

Ob Aluminium, Kupfer, Edelstahl, Stahl oder Kunststoff (auch mit Metalleinlage) – das FZH-System Vario II schneidet all diese Materialien. Standardmäßig trennt er Rohre ab Durchmesser 6 bis 78 mm und die Wandstärken von 0,1 bis 2 mm.

Die Grundmaschine ist modulartig aufgebaut. So kann das Basismodell problemlos dem jeweiligen Fertigungsprozess angepasst werden, und darüber hinaus sind Folgebearbeitungen möglich: Die Abschnitte können zum Beispiel im Anschluss aufgeweitet, mit einem Gewinde versehen, quergebohrt oder nach den individuellen Vorstellungen des Anwenders weiterverarbeitet werden.

Auch bei der Wahl des idealen Belademagazines sei eine Vielzahl von Möglichkeiten geboten, reklamiert FZH. Für labile Kunststoffrohre mit kleinem Außendurchmesser und dünner Wandstärke eignet sich besonders das Paternostermagazin. Bei Rohrbündeln beispielsweise wird die Maschine am besten über das Bündel-Magazin bestückt.

FZH will mit seinen Ausstattungsmöglichkeiten für sämtliche Eventualitäten gerüstet sein. Speziellen Kundenwünschen passt das Unternehmen seine Anlagen an, und auf Anfrage können Erweiterungen, Änderungen und Ausbaumöglichkeiten angeboten oder erarbeitet werden. Den Entwicklern, so sagen die Eifelaner, könne es gar nicht speziell genug sein. Im Gegenteil, man freue sich auf neue Herausforderungen.

Technische Daten

Aufbau:stabiles Aluminium-Grundgestell mit Aluminium-Arbeitsplatte

Bedienung:über Touch-Panel

Gewicht und Platzbedarf der Grundmaschine:150 kg; zirka 500 mm x 1500 mm (plus Arbeitsraum und variable je nach Magazin)

Steuerung:Siemens S7-300

Antrieb:Servomotoren

Elektr. Antrieb:400 V (3L/N/PE)

Pneumatischer Anschluss:6 bar, trockene, aufbereitete Druckluft

Erschienen in Ausgabe: 04/2012