Offene Ingenieurstellen steigen

Rekordtief bei arbeitslosen Ingenieuren

26. September 2008

Die heute in Düsseldorf vom VDI vorgestellten Zahlen zum Ingenieurarbeitsmarkt beziffern die Anzahl der offenen Ingenieurstellen im August auf 97.000. Gleichzeitig sank die Zahl arbeitslos gemeldeter Ingenieure erstmals auf unter 20.000 und erreicht damit ein neues Rekordtief. Besonders knapp sind qualifizierte Fachkräfte im Maschinenbau, wo derzeit über 40.000 Stellen unbesetzt sind. Insbesondere in den Bundesländern Baden-Württemberg und NRW nimmt der Ingenieurmangel bedrohliche Züge an. „Der demografische Wandel führt in den Unternehmen zu überalternden Belegschaften. Die unter 35-jährigen Ingenieure bilden bereits heute die kleinste Beschäftigungsgruppe“, warnte VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs.

Verließen die heute über 50-Jährigen in den kommenden Jahren die Unternehmen, sorge der fehlende Ersatz für ein erhebliches Problem in den Unternehmen, so Fuchs weiter. Auf lange Sicht bedroht der Mangel an Jungingenieuren nicht nur die Innovationskraft des Technikstandortes Deutschland, sondern auch die gesamte Volkswirtschaft. Daher gelte es, dem akuten Fachkräftemangel entgegenzuwirken, z.B. durch die Einführung von flächendeckendem Technikunterricht an Schulen. Ein allzeit wichtiges Thema stelle auch die Förderung junger Frauen für technische Berufe dar. Derzeit seien laut Fuchs lediglich 10 Prozent der Ingenieurbeschäftigten weiblich.