Öffnet Eure Türen, lasst sie nicht erfrieren!

»Der Zustrom Hunderttausender junger Männer jedes Jahr ist eine Riesenchance für unsere Industrie.«

14. Dezember 2015

Die wichtigste Frage, die hinter dem wichtigsten Thema in Deutschland steht, überspringen wir: Wo kam der Rest her? Oder glaubt jemand ernsthaft, man bekäme eine Fußball-WM für 6,7 Millionen Euro? Lächerlich! Das hätte doch Südafrika locker getoppt. Nelson Mandela war seinerzeit auch entsprechend sauer und bezichtigte Fifa- und DFB-Funktionäre ziemlich unverblümt der Korruption. Vier Jahre später kannte man in Südafrika die Preise: Der Umsatz mit Plastiktröten reichte locker aus. Die Blechplaketten haben ohnehin jedes Mal die Falschen bekommen.

Auch Thema Nummer 2, der Abgasskandal, beschäftigt uns erst, wenn die genialen Blechingenieure der anderen Autohersteller erklärt haben, wie sie die Grenzwerte ohne Mogelei einhalten konnten. Erstaunlich, diese Ruhe! Der eigentliche Skandal besteht ohnehin darin, dass die Fahrzyklen völlig unrealistisch sind, Schummeln auf dem Prüfstand völlig legal ist und die Werksangaben von den deutschen Behörden nicht geprüft wurden. Wenn allerdings ein Autofahrer jene Werksangaben um 40 Prozent überschreitet, dann gehört er selbst auf den Prüfstand. Ich komme, obwohl ich viel und schnell auf der Autobahn unterwegs bin, auf einen Mehrverbrauch von 22 Prozent, und wenn ich vernünftig führe, könnte ich den Normverbrauch locker einhalten – mit einem VW Diesel!

Doch lösen wir uns vom Tagesgeschäft und wenden uns einem wirklich wichtigen Thema zu, und das mit der gebotenen Gründlichkeit: Der Neandertaler, so der aktuelle Wissensstand, ist nicht ausgestorben, sondern wurde schlicht und einfach vom Homo ›sapiens‹ genetisch absorbiert. Europäer und Asiaten besitzen ein bis drei Prozent Neandertaler-Gene – Afrikaner nicht. H. sapiens und H. neanderthalensis, die sich wahrscheinlich gar nicht als Angehörige verschiedener Arten wahrnahmen, zeugten also fortpflanzungsfähige Nachkommen trotz schwieriger Verständigung: Es geht also auch ohne Kande(Ge)laber und Valpolicella.

In Europa lebten nie mehr als 30. 000 Neandertaler gleichzeitig, und das mindestens 15.000 Jahre, also rund 800 Generationen, zusammen mit unseren wirtschaftsflüchtigen afrikanischen Vorfahren. Wären vor knapp 50.000 Jahren aus Afrika via Orient ebenfalls 30.000 Sapientes nach Europa geflohen, dann hätte eine um 0,5 Prozent höhere Vermehrungsrate in 15. 000 Jahren die 50-fache Bevölkerungszahl erzeugt. Alternativ hätte eine jährliche Zuwanderung von 100 Sapientes zum gleichen Zahlenverhältnis geführt.

Aber verlassen wir die Altsteinzeit und springen wir in die Jungeisen-, genauer gesagt in die Blechzeit! Der bekanntlich hochgebildete und hochbesorgte Präkidarier weiß das alles und sarrasinniert: Kommen jedes Jahr 2,5 Millionen Syrer nach Deutschland, dann sind das in 15.000 Jahren fast 40 Milliarden – und da ist noch gar nicht berücksichtigt, dass sich der Orientale ungefähr dreimal so stark vermehrt wie der Germane. Es werden also bald, nämlich im Jahre 15015, 10245 Syrer in Deutschland leben. Das entspricht rund 10272 Atomen. Wir müssen bis dahin also rund 10190 Nachbaruniversen leersaugen.

Der Orientale, weiß der gemeine Präkidarier ebenfalls, geht 3.000 km zu Fuß, nur um Pferde und Ziegen zu schlachten und Kinder zu belästigen – ausgerechnet in ein Land, in dem es kaum noch Pferde, Ziegen und Kinder gibt. Doch, so sei dem gemeinen Präkidarier gesagt, nicht nur finstere, sondern, wie man aus Norwegen weiß, auch große, blonde und blauäugige Gestalten können Massenmörder sein.

Auch unsere Nachbarn haben Angst vor Überfremdung, der ungarische Zaunkönig etwa, aber auch das UK, Beherrscher der Wogen, Weltmacht im Geiste, nimmt im Jahr etwa so viele Flüchtlinge auf wie München pro Stunde im September; ähnlich die Grande Nation, die noch im August höchstens so viele Flüchtlinge einlassen wollte, wie auf einen halben Bahnsteig des Passauer Hauptbahnhofs passen. Polen will nur katholische Muslime, um nicht das Schicksal Spaniens, Frankreichs, Schwedens und Deutschlands zu teilen, wo der Islam nach dem Glauben der Mehrheit der polnischen Wähler bald Staatsreligion wird. Kein Problem: 100 Millionen europäische Katholiken könnten dann nach Polen flüchten, Protestanten und Calvinisten nach England – und dort ein neues Wahlsystem und den Rechtsverkehr einführen. Tschechien, die Slowakei, das Baltikum … schon die Zuwanderung von 1000 Syrern oder Irakern würde dort den Islam zur größten praktizierten Religion machen.

Geiz ist nur eine Todsünde, keine Schande – sowohl im Christentum wie auch im Islam, wenngleich es da anders heißt. Und auch die Nächstenliebe gibt es im Islam, zumindest unter Glaubensbrüdern und -schwestern; die Brüderlichkeit durch den Glauben zählt mehr als die des Blutes. Doch was machen die reichen Staaten auf der arabischen Halbinsel? Immerhin haben die Saudis angeboten, in Deutschland den Bau von 200 Moscheen zu finanzieren. Die haben wir uns schon lange gewünscht, besonders zu Weihnachten.

Wirklich zum Fürchten wäre, was ich auf der Blechexpo hörte: Unter den Flüchtlingen dieses Jahres seien 10.000 Terroristen gewesen, erkannt auf Kamerabildern. Wenn es sich ›IS‹ & Co. leisten könnte, jeden Zehnten zu Fuß zu uns zu schicken, unsere Geheimdienste deutliche Fotos wenigstens von jedem zehnten IS-Mitarbeiter hätten, die immer noch so aussähen und trotzdem vor Kameras mit Identifizierungssoftware herumliefen, und diese einigermaßen korrekt arbeiten würde, dann müsste der IS weit über 100 Millionen bestens ausgebildete Mitglieder haben. Die Rechnung funktioniert eher umgekehrt: Man hat zwei oder drei Terroristen identifiziert und rechnet hoch, dass es dann 10.000 sein müssten. Oder es liegt eine Verwechslung vor: Die Geheimdienste vermuten nämlich 10.000 gewaltbereite Islamisten in Deutschland, die teilweise schon lange hier leben – auch keine schöne Vorstellung. Wäre der Verfassungsschutz schlau, würde er aus den Hunderttausenden arabischen Flüchtlingen einige hundert V-Leute rekrutieren, und die meisten Terrorzellen wären arbeitsunfähig.

Womit wir beim Thema Nachwuchs in der Jungeisenzeit wären: Eine Million Flüchtlinge, rund 80 Prozent junge Männer, von denen wiederum 80 Prozent technikaffin, viele technisch ausgebildet: ein ungeheures Nachwuchspotenzial, selbst wenn man ein, zwei Jahre für die Sprachausbildung dazurechnen muss. Die Ausbildung am Schraubstock, an der Maschine lebt ohnehin vom Zeigen, nicht vom Reden. Die Zuwanderung als Glücksfall für die Blechindustrie und die Industrie insgesamt.

Und sie ist ein Glücksfall für die Volkswirtschaft, wie die Türkei zeigt: Dort wächst die Bevölkerung seit Jahrzehnten um etwa eine Million pro Jahr. Alleine der Wohnungsbau gibt dem dortigen Wirtschaftswachstum einen erheblichen Impuls. Bei uns kämen Tausende Arbeitsplätze alleine im Öffentlichen Dienst und im Gesundheitswesen hinzu. Die ›Schwarze Null‹ müsste man allerdings vorerst grätschen. Keine Sorge: Das Geld kommt schnell zurück. Und bei den niedrigen Zinsen relativiert sich die Staatsverschuldung ohnehin … Wir könnten das Geld auch von den Beträgen abziehen, die wir jedes Jahr in EU-Fonds zur Unterstützung oben genannter Staaten pumpen.

Also: Macht die Türen auf, die Herzen weit! Wären die Ägypter vor 2000 Jahren so pingelig gewesen wie manche Staatsmänner heute, gäbe es weder ›christliche‹ Politiker noch – horribile dictu – von flüchtigen, im protestantischen Teil Deutschlands großzügig aufgenommenen Hugenotten abstammende Minister oder Ministerpräsidenten.

Christlich geprägt und sozial eingestellt, habe ich im Oktober meiner Heimatgemeinde angeboten, eine leer stehende Wohnung an Flüchtlinge zu vermieten. Schon wenige Wochen später bekam ich die Antwort: Privatwohnungen seien für Flüchtlinge ungeeignet. Sie seien in Sammelunterkünften für mindestens 1000 Personen unterzubringen oder zumindest in Hotels oder Pensionen, die wenigstens 500 Personen aufnehmen könnten. Wahrscheinlich geht man in meinem heimatlichen Landratsamt davon aus, dass diese Wüstenbewohner (Wüstlinge?) lieber in Zelten als in Häusern wohnen, und das mit der ganzen Großfamilie, ersatzweise anderen Personen ähnlichen Teints.

Schließlich bestünde in Wohngebieten die Gefahr, dass sich die Zuwanderer integrieren oder gar assimilieren, Vorbehalte und Vorurteile abgebaut würden, die Aufnahme- und Hilfsbereitschaft der Ureinwohner weiter stiege und am Ende jemand sagen könnte: „Wir schaffen das!“ Kann sein, aber nicht in Freistaaten!

Friedvolle Weihnachten und ein erfolgreiches 2016!

Hans-Georg Schätzl