Nobelpreis für Ultrakurzpulslaser-Pioniere

Für ihre Methode zur Erzeugung besonders intensiver, ultrakurzer Laserimpulse wurden Gérard Mourou und Donna Strickland in Stockholm mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Die mittlerweile verbreitete Technik erlaubt es, verschiedenste Materialien schonend zu bearbeiten.

25. Oktober 2018
Nobelpreisträger Gérard Mourou (Bild: Berthold-Leibinger-Stiftung)
Bild 1: Nobelpreis für Ultrakurzpulslaser-Pioniere (Nobelpreisträger Gérard Mourou (Bild: Berthold-Leibinger-Stiftung))

Der Technologiekonzern Trumpf setzt bei seinen Lasersystemen für besonders feine, sensible Materialien auf Ultrakurzpuls-Technik und zeigt damit, dass das Verfahren auch aus industrieller Sicht bahnbrechend ist. UKP-Laser verhindern, dass sich das Material beim Bearbeiten erhitzt. So lassen sich industrielle Anwendungen mit höherer Qualität umsetzen.

UKP-Laser in der Mikrobearbeitung

Die UKP-Laser der Serien Tru Micro 2000 und Tru Micro 5000 Femto Edition von Trumpf arbeiten nach dem von Mourou und Strickland entwickeltem Prinzip. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren eine vierstellige Zahl von UKP-Lasersystemen auf den internationalen Markt gebracht. Eingesetzt werden die UKP-Laser von Trumpf vor allem in der Mikrobearbeitung oder bei der Herstellung elektronischer Bauteile.

Gérard Mourou initiierte weltweit die Gründung von Höchstleistungslaserzentren, zuletzt das europäische Großprojekt Extreme Light Infrastructure (ELI) und schuf eine internationale Gemeinschaft von Wissenschaftlern auf dem Gebiet. Zahlreiche Preise würdigen sein Wirken, darunter der renommierte Berthold-Leibinger-Zukunftspreis für angewandte Lasertechnologie im Jahr 2016.