Neues Lagerführungssystem für Stahlhändler

Vier auf einen Streich: Der Edelstahlhändler Hans Kohler AG baute ein neues Zentrallager in Dietikon in der Schweiz, das vier verschiedene automatisierte Lagerbereiche umfassen wird. Hierzu zählen ein automatisches Palettenlager und ein automatisches Kleinteilelager von Stöcklin, ein automatisches Blechlager der von Remmert und in einer späteren Ausbaustufe ein Langgutlager. Die Steuerung der hochkomplexen Lagerprozesse übernimmt das Lagerführungssystem LFS von Ehrhardt + Partner.

19. August 2013

Die Hans Kohler AG mit Hauptsitz in Zürich importiert Halbzeug und Fertigprodukte aus Edelstahl in die Schweiz. Zukünftig sollen drei von insgesamt fünf Lagern am Standort Dietikon zentralisiert werden. Dort werden dann sowohl Bleche und Langgut als auch Fertigwaren wie Rohre, Flansche und Ventile aus Edelstahl bevorratet.

Eine Kommissionierung anhand von Stücklisten direkt aus dem Warenwirtschaftssystem Logiware, wie sie heute in den einzelnen Lägern praktiziert wird, ist in dem neuen Lager mit vier verschiedenen automatisierten Bereichen nicht mehr praktikabel. Nach eingehender Recherche des WMS-Markts entschied sich Kohler deshalb für das Lagerführungssystem LFS.

Pick-to-Light und Pick-from-Light

Die erste Ausbaustufe betrifft das automatische Kleinteilelager (AKL) und das Palettenlager. Im AKL mit 22.174 Behältern kommt für die Kommissionierung eine innovative Verknüpfung aus Pick-to-Light-Anlage und Pick-from-Light-Technologie zum Einsatz. Beide sind über eine Schnittstelle an LFS angebunden.

Im Palettenlager mit insgesamt 6.220 Palettenplätzen und zwei verschiedenen Lademitteln in sechs Höhen, unterstützt LFS die Prozesse des Schweizer Stahlhändlers ebenfalls optimal: Die Fertigwaren werden sowohl auf Europaletten als auch auf Chemiepaletten bevorratet, was LFS bei der Einlagerung auf einen Lagerplatz automatisch berücksichtigt. Die weiteren Ausbaustufen des Zentrallagers sind bereits in Planung.