Neues Hubtisch-Konzept für Rohrbiegemaschinen

Lang Tube Tec präsentiert auf der Tube mit seiner neuen 80CNC-EMR den ersten vollelektrischen Biegeautomaten, bei dem ein Hubtisch für das gleichzeitige vertikale Verfahren von Winkelverdrehung und Dornrückzug sorgt.

26. März 2014
Die neue 80CNC-EMR von Lang Tube Tec.      (Foto: Lang Tube Tec)
Bild 1: Neues Hubtisch-Konzept für Rohrbiegemaschinen (Die neue 80CNC-EMR von Lang Tube Tec. (Foto: Lang Tube Tec))

Auch der integrierte Booster zum Nachdrücken des Rohres beim Biegen wird im gleichen Arbeitsschritt mit Hilfe des Hubtisches verfahren. Weitere Highlights der neuen CNC-E-Baureihe von Lang Tube Tec sind das Drive-Click-System zur Parameterspeicherung sowie die komplett neue Steuerung mit intuitiver grafischer Bedienung und einer momentengeregelten Rohrspannung.

Das in Düsseldorf ausgestellte Modell ist zudem mit einer optischen Schweißnahtsucheinheit ausgestattet, so dass vor jedem Biegevorgang die Schweißnaht des Rohres stets wiederholgenau korrekt ausgerichtet werden kann.

„Durch das neue Maschinenkonzept stoßen unsere Kunden in Bezug auf Maschinensteifigkeit und Bearbeitungsqualität in ganz neue Dimensionen vor. Außerdem reduzieren sich die Rüstzeiten durch das neue Bedienkonzept erheblich, was für mehr Produktivität in der Fertigung sorgt“, bringt Vertriebsleiterin Sabine Neff die wichtigsten Vorteile auf den Punkt. Durch den technologischen Vorsprung sei die Neuheit bestens für den Einsatz in der Automobil- und Nutzfahrzeugbranche, aber auch in der Luftfahrt und im Schiffsbau geeignet.

Im Vergleich zur sonst üblichen Bearbeitung, bei der Winkelverdrehung und Dornrückzug separat verfahren wurden, punktet die Lang-Tube-Tec-Neuheit mit einer höheren Steifigkeit, einer hundertprozentigen Synchronität der Verfahrwege beider Einheiten und dem entscheidenden Vorteil, dass die hohen Boosterkräfte direkt und mittig aufgebracht werden können. „Durch unser neues Konzept verhindern wir, dass hohe Momente auf die empfindlichen Kugelrollspinden wirken“, erklärt Service- und Projektleiter Björn Brunner.

Auch gegenüber der herkömmlichen Bearbeitungsvariante mit dem vertikalen Verfahren des Biegekopfes bietet das neue Hubtisch-Konzept von Lang Tube Tec enorme Vorteile in der Bedienung: Selbst bei zunehmender Maschinengröße kann der Anwender die Rohre in der ergonomisch optimierten Bedienhöhe von 1.150 mm einlegen und auch den Werkzeugwechsel rückenfreundlich vornehmen. Beides minimiert die Rüstzeiten und sorgt für ein schnelle Inbetriebnahme und Auftragsabwicklung.

Auch die neue Maschinensteuerung mit der CNC Siemens Simotion steht für Schnelligkeit und Sicherheit in den Arbeitsabläufen, denn alle Achsen werden simultan verfahren.

Durch die intuitive Bedienoberfläche lässt sich die CNC-E-Baureihe von Lang Tube Tec selbst von Bedienern ohne CNC-Vorkenntnisse steuern. Weil die Anstellung von Spannung und Beistellung über Momente geregelt wird, gleicht die Maschine Schwankungen in Rohrchargen automatisch aus.

Über ein leistungsstarkes Simulationsprogramm lässt sich die Biegbarkeit der Rohre bereits im Vorfeld prüfen, so dass bereits vor der Bearbeitung etwaige Korrekturen vorgenommen werden können. Darüber hinaus können binär kodierte 3D-Modelle eingelesen werden, um Eingabefehler zu verhindern.

Werkzeuge und Biegeprogramme können bei der 80CNC-EMR besonders schnell programmiert werden, dank der Speicherung sämtlicher Parameter ist die Maschine sofort startklar und muss nicht erst eingefahren werden. Die Bearbeitungswerkzeuge lassen sich besonders flott wechseln, die Gleitschiene wird einfach in T-Nuten eingehängt, die Klemmbacken werden in die Rundführung eingeschoben, die Verstärkungslaschen lassen sich nach dem Lösen von Rastbolzen wegschwenken. Das Konzept lässt sich auf vorhandene Werkzeugsysteme adaptieren.

Weil keine wartungsintensiven Gasdruckfedern zur Unterstützung des Biegekopfes und keine Kugelrollspindeln mehr notwendig sind, reduziert sich der Wartungsaufwand bei der 80CNC-EMR erheblich. Durch die komplett neue Einhausung der Maschine und das Konzept mit separiertem Schaltschrank wurde außerdem eine optimale Wartungszugänglichkeit erreicht.

Halle 5, Stand G16