Neues Berufsbild ›Stanz- und Umformmechaniker‹

IBU aktuell

Für viele metallumformende Unternehmen der Zulieferindustrie haben sich die Marktanforderungen verändert.

21. Mai 2012

Gefragt sind kleinere Losgrößen und eine wachsende Vielfalt an Teilen und Varianten. Die Produktionszyklen werden kürzer, die Fertigungsprozesse komplexer. Darum sind Mitarbeiter mit hoher fachlicher Kompetenz und fundiertem Prozesswissen gefragt. Bislang jedoch gibt es dafür keine spezielle Berufsausbildung. Auf jahrelanges Drängen der Betriebe hin hat der Bundeswirtschaftsminister in Absprache mit den Ländern und den Tarifpartner nun den neuen Ausbildungsberuf ›Stanz- und Umformmechaniker‹ genehmigt. Das Kompetenz- und Innovationszentrum für Stanztechnologie (KIST) in Dortmund hat mit Unterstützung des IBU dazu die ausschlaggebenden Vorarbeiten geleistet.

Während der dreijährigen Ausbildung lernen die Nachwuchskräfte, verkettete Maschinen und Peripherieanlagen in einem integrierten Fertigungsprozess einzurichten und zu führen sowie den Materialfluss zu steuern und zu überwachen. Die Azubis warten und inspizieren Stanzautomaten und Pressen, beheben Störungen und übernehmen die Qualitätssicherung. IBU wird gemeinsam mit dem KIST das neue Berufsbild vorantreiben und die Betriebe bei der Einführung zu unterstützen. Verbindliche Informationen zum Berufsbild liegen voraussichtlich Anfang 2013 vor.

IBU-Kontakt:

Bernhard Jacobs

Erschienen in Ausgabe: 04/2012