Neuer Lichtbogenprozess für effizienteres Schweißen

Fronius schöpft mit vier neuen Lichtbogenvarianten für die MIG/MAG-Schweißgeräteplattform TPS/i die fortschrittlichen technischen Möglichkeiten seiner modernsten Produktserie weiter aus: Die Charakteristiken LSC Root und LSC Universal bauen auf einen neuen Algorithmus auf und zeichnen sich durch eine erhöhte Lichtbogenstabilität und einen reduzierten Spritzerauswurf aus.

14. Oktober 2014

Neue Schweißparameter bilden die Basis für Funktionen wie den Einbrandstabilisator. Darüber hinaus hat Fronius die bewährten Funktionen Lichtbogenlängenkorrektur und Dynamikkorrektur nochmals deutlich verbessert. Die Advanced-Versionen von LSC Root und LSC Universal erlauben – unterstützt durch spezielle Hardware – den Einsatz längerer Schlauchpakete bei gleichbleibend hoher Schweißqualität. All diese Neuerungen vereinfachen die Handhabung der Schweißstromquelle merklich und garantieren so selbst bei weniger geübten Schweißern optimale Ergebnisse beim Schweißen und Löten.

Für LSC (Low Spatter Control) hat Fronius einen vollständig neuen Algorithmus entwickelt, der die hohe Rechenleistung, den großen Speicher, den extrem schnellen Systembus und den hochdynamischen Drahtvorschub der jüngsten MIG/MAG-Schweißgeräteplattform des Unternehmens effizient nutzt, um für einen äußerst stabilen und spritzerarmen Lichtbogen zu sorgen.

Besonders deutlich werden die von Fronius erreichten Fortschritte beim Wurzelschweißen, für das LSC Root entwickelt wurde. LSC Root garantiert eine ausgezeichnete Wurzelerfassung und hohe Abschmelzleistung bei reduzierter Streckenenergie. Anders als beim herkömmlichen MAG-Schweißen ist es damit erstmals möglich, auch in fallender Position zu schweißen, ohne Bindefehler in Kauf nehmen zu müssen. Dies vereinfacht das Wurzelschweißen für den Anwender deutlich. Darüber hinaus konnte der Schutzgasverlust durch eine neue Brennergeneration um bis zu drei Prozent gesenkt werden.

Die Lichtbogencharakteristik LSC Universal ist besonders für das Schweißen von Kehlnähten, Ecknähten, Überlappnähten sowie für Füll- und Decklagen und zum Löten geeignet.

Die Anwender der LSC-Lichtbögen profitieren vom neuen Einbrandstabilisator. Bei Aktivierung hält er bei Stick-out-Schwankungen den Einbrand mit Hilfe der neuen Drahtvorschubgeschwindigkeitsregelung konstant. Diese ist vom Anwender frei einstellbar. Der positive Effekt tritt besonders bei Kehlnähten zu Tage, die in steigender Position mit einer Pendelbewegung geschweißt werden sollen. Hier stellt der Stabilisator einen gleichbleibenden und tiefen Einbrand auch bei äußeren Störeinflüssen sicher. Dabei können selbst mit kostengünstigeren Massivdrähten sehr gute Ergebnisse erzielt werden.

Zudem hat Fronius die schon von den Vorgängergeräten unterstützten und bei Schweißern geschätzten Funktionen Lichtbogenlängenkorrektur und Dynamikkorrektur weiterentwickelt. So kann z.B. über die Dynamikkorrektur bei LSC Root jetzt auch der Lichtbogendruck eingestellt werden.

Erweiterte Funktionen, die eine hohe Nahtqualität auch am Schweißstart und Schweißende gewährleisten, runden das LSC-Paket ab.

Damit auch längere Schlauchpakete, wie sie im Rohrleitungs- und Behälterbau sowie beim robotergestützten Schweißen üblich sind, ohne Qualitätseinbußen verwendet werden können, hat Fronius eine Zusatzhardware entwickelt, die den negativen Einfluss einer erhöhten Induktivität im Schweißstromkreis reduziert. Für die damit ausgestattete Stromquelle stehen die Advanced-Versionen der Lichtbogencharakteristiken LSC Root und LSC Universal zur Verfügung.