Neuer Kobalt-Eisen-Werkstoff für Motoren

Dem Unternehmen Vacuumschmelze ist es gelungen, mit der neuen Co-Fe-Legierung ›Vacoflux‹ die Lücke zwischen Elektroblech und kobalthaltigen Werkstoffen zu schließen.

31. Mai 2019
Neuer Kobalt-Eisen-Werkstoff für Motoren
Dem Unternehmen Vacuumschmelze ist es gelungen, mit der neuen Co-Fe-Legierung ›Vacoflux‹ die Lücke zwischen Elektroblech und kobalthaltigen Werkstoffen zu schließen. (Bild: Vacuumschmelze)

Hohe Leistung bei geringem Gewicht ist eine zentrale Anforderung an elektrische Hochleistungsantriebe. In der Luftfahrt oder dem Motorsport werden dafür häufig Blechpakete aus Kobalt-Eisen-Legierungen verwendet. Ein Technologietransfer in Fahrzeuge oder Industrieanwendungen war bisher aus Kostengründen wenig sinnvoll. Diese Lücke schließt Vacuumschmelze mit seiner neuen Co-Fe-Legierung ›Vacoflux X1‹.

Steigerung des Drehmomentes

Die Vorteile des neuen Werkstoffes hat das Schweizer Unternehmen Drivetek nachgewiesen. Ausgangspunkt der Studie war eine Traktionsmaschine mit einer Leistung von 250 Kilowatt. Bei der Auslegung wurde eine hohe Drehmomentdichte angestrebt. Mit Vacoflux X1 ließen sich Drehmomentsteigerungen bis 12,5 Prozent gegenüber NO20 erreichen. Der Aufwand für die Qualifizierung des neuen Werkstoffes ist minimal, da keine Neuberechnung und Optimierung der Rotorfestigkeit nötig sind.

Zusätzlich zur Steigerung des Drehmomentes wird in vergleichbaren Arbeitspunkten eine Erhöhung des Wirkungsgrades erzielt. Das führt im Fahrzeug zu einer Erhöhung der erzielbaren Reichweite, ohne dass eine Vergrößerung der Batterie nötig wird.

»Wir freuen uns, mit diesem Werkstoff Motorsporttechnik nun für eine breitere Masse zugänglich machen zu können«, sagt Norman Lemm, Leiter Business Intelligence und Kommunikation bei Vacuumschmelze.

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