Neuer Anbieter – neue Laserschweißmaschine

„Bladewelder“ von Schunk schweißt anspruchsvolle Legierungen

21. Dezember 2010

Ein Jahr nach dem erfolgreichen Start bringt die Schunk Lasertechnik aus Lauffen am Neckar eine zweite Version ihrer Laserbearbeitungsmaschine PSM 400 auf den Markt. Mit seiner leistungsstarken Laserquelle ist der PSM 400 Bladewelder insbesondere zum Schweißen hochwarmfester Nickel- und Kobalt-Basis-Legierungen konzipiert – ideale Voraussetzungen für die Bearbeitung von Turbinenschaufeln und hochlegierten Werkzeugstählen. Zudem absorbieren seine Fasern schädliche Rückreflexionen.

Skalierbare Pulsdauer bis 200 ms

Der PSM 400 Bladewelder von Schunk Lasertechnik ist ein Spezialist für schwer schweißbare Werkstoffe, wie sie beispielsweise in modernen Gasturbinen verwendet werden. Sein hoch entwickeltes Laser-Schweißverfahren ermöglicht, dass auch anspruchsvollste Materialien rissfrei, schnell und kostengünstig bearbeiten werden können. Er lässt sich sowohl beim Fertigungs- als auch beim Auftrags- und Reparaturschweißen einsetzen. Die Pulsspitzenleistung der Lasag-Laserquelle beträgt 8 kW.

Damit erzielt die Anlage eine Pulsenergie von 120 J. Über eine frei skalierbare Pulsformung und -modulation lassen sich die Laserparameter auf die spezifischen Eigenschaften der Werkstoffe anpassen. Dabei kann die Pulsdauer auf enorm lange 200 ms ausgedehnt werden. Eine adaptive Closed-Loop-Regelung gewährleistet, dass der lampengepumpte Festkörperlaser präzise und leistungsstabil arbeitet.

Um bei stark reflektierenden Materialien zu vermeiden, dass ein reflektierter Laserstrahl die Faser beschädigt, werden beim Bladewelder besonders leistungsfähige Fasern eingesetzt, die derartige Reflexionen absorbieren.

Flexibel einsetzbar

Die hochpräzisen Laserbearbeitungsmaschinen aus der PSM-400-Serie sind aus-gesprochen flexibel einsetzbar. Mit ihnen lassen sich sowohl kleine als auch große Bauteile schnell und komfortabel bearbeiten. Ein elektrisch höhenverstellbarer, beidseitig schwenkbarer Maschinentisch sowie ein verschieb- und schwenkbarer Laserschweißkopf sorgen für ein Höchstmaß an Flexibilität im Arbeitsbereich. Auf sämtliche Bearbeitungs-, Programmier- und Kontrollfunktionen kann der Operator unabhängig von der Bauteilgröße jederzeit bequem zugreifen.

Mit Hilfe der bedienerfreundlichen Look-ahead-Steuerung sowie der einzigartigen Teach-Funktion für Linie, Bogen, Kreis und Spline sind die Laserbearbeitungsmaschinen des innovativen Familienunternehmens schnell eingerichtet und programmiert. Sowohl bei der Bearbeitung von Einzelstücken als auch bei kleinen und mittleren Serien setzt die PSM 400-Serie damit Maßstäbe. Auch Freiformflächen, für die noch keine Geometriedaten vorliegen, lassen sich zügig erfassen.

Zur Feinjustierung werden die geteachten Punkte im Spline-Modus wie an einem Gummiband zu einer Kurve verbunden. Das verkürzt den Teach-Vorgang und der Bahnverlauf wird besonders harmonisch. Selbst komplexe oder an der Oberfläche beschädigte beziehungsweise verschlissene Teile können ohne zeitraubende externe Programmierung zügig im dreidimensionalen Raum erfasst werden.

Hochgenaue Linear- und Rotationsachsen gewährleisten, dass die Anlagen mit maximaler Präzision und Wiederholgenauigkeit arbeiten. Die Schweißbahnen werden dabei variabel, äquidistant versetzt.

So entstehen besonders konstante und prozesssichere Materialaufträge. Standardmäßig sind die Maschinen der PSM-400-Serie als Dreiachs-CNC-Maschine erhältlich. Bei Bedarf lassen sie sich schnell und kostengünstig zu Fünfachs-Laserbearbeitungsmaschinen ausbauen.

Die Schunk-Lasertechnik GmbH ist das jüngste Unternehmen der Schunk-Gruppe, dem Kompetenzführer für Spanntechnik und Greifsysteme. Sie wurde Anfang 2010 gegründet.