Anstatt, wie bislang üblich, die Elektrode mit großem Zeitaufwand anzuschleifen und in den Pistolenkopf einzumessen, wird bei den neuen Brennermodellen die Elektrodeneinheit ganz einfach heraus- und eingeschraubt. Dadurch ist ein reproduzierbarer Transmission Control Protocol (TCP) gewährleistet. Ein erneutes Justieren der Wolfram-Elektrode ist nicht mehr notwendig.

Die Stillstandzeiten der Anlage werden somit reduziert. Die Prozesssicherheit ist gewährleistet, da jede Elektrodeneinheit ein präzises Ergebnis liefert. Dank des neuen Konstruktionsprinzips können die Pistolenköpfe an zahlreiche Bauteilgeometrien angepasst werden.

Eine Elektrodengröße für alle Leistungsstufen

Bei herkömmlichen WIG-Systemen definiert sich der Elektrodendurchmesser durch die elektrische und thermische Belastung, welcher der Werkstoff standhalten kann. Je nach Anwendungsfall werden also unterschiedliche Elektrodendurchmesser benötigt und die Elektrode muss immer wieder ausgetauscht werden.

Durch das besondere Design der neuen Brenner erfolgt die Übertragung des Stroms und die Abführung der Prozesswärme direkt hinter dem Lichtbogen. Der Weg, den der Strom zurücklegen muss, ist deutlich kürzer. Diese Faktoren führen dazu, dass der Elektrodendurchmesser reduziert werden konnte und dass mit ein und derselben Elektrode alle gängigen Schweißverfahren umgesetzt werden können.

Verbesserte Kühlung

Die Kühlung endet bei herkömmlichen WIG-Brennern auf Höhe der Spannzangenaufnahme und somit mehrere Zentimeter hinter der Elektrodenspitze. Bei der neuen WIG-Generation wird das Kühlwasser bis kurz hinter die Elektrodenspitze geführt und fließt dort durch eine Spülkammer zurück.

Darüber hinaus ist der Kupferkern der Elektrodeneinheit hohl gebohrt und wird von innen durch das einströmende Gas zusätzlich gekühlt. Diese Faktoren führen zu einem geringeren Verschleiß von Elektrode und Gasdüse. Außerdem wird der Gasverbrauch reduziert, da weniger Gas zur Kühlung des Prozesses notwendig ist. Der Anwender profitiert von einer längeren Standzeit.

Perfekter Stromübergang

Die Elektrode ist fest in den Kupferkern der Elektrodenaufnahme eingepresst und wird dann in den Brenner geschraubt, statt, wie bei herkömmlichen Modellen, lediglich in eine Spannzangenaufnahme geklemmt zu werden. Dadurch entsteht eine hohe Flächenpressung, die wiederum einen hervorragenden Stromübergang ermöglicht. Darüber hinaus führt der Kupferkern die Wärme zügig von der Elektrodenspitze ab.

Sehr gute Bauteilzugänglichkeit

Der Anwender hat die Wahl zwischen zwei Baugrößen mit darauf abgestimmtem Elektrodendurchmesser. Dank des neuen Konstruktionsprinzips mit verkürzter Elektrode und dem Verzicht auf eine Spannzangenaufnahme ist der gesamte Aufbau des neuen WIG-Brenners deutlich kleiner. Die schraubbaren Elektroden sind je nach Prozessanforderung in unterschiedlichen Längen sowie in zahlreichen Legierungen und Schliffwinkeln erhältlich.