Neue Strahlanlage für hochwertige Oberflächen

Als Twister das Licht der Welt erblickte, hatte Ronny Bernstein damit zunächst die Oberflächenprobleme in seinem Unternehmen gelöst. Schnell wurde dem Geschäftsführer der BMF GmbH klar, dass auch andere Interesse an seiner neu entwickelten Strahlanlage haben könnten. Denn die effiziente Technik schließt die Marktlücke zwischen bekannten Großanlagen und Handstrahlanlagen. 2014 bezeichnete Bernstein seinen Twister als Weltneuheit. Mittlerweile ist die Lösung mehrfach preisgekrönt. Auf der O&S zeigt BMF jetzt den großen Bruder von Twister: den Tornado.

10. Juni 2016

Auf der O&S 2014 konnte BMF drei Twister-Anlagen verkaufen. Im Nachmessegeschäft stiegen die Verkaufszahlen um das 1,5-fache. Und ein Ende ist nicht in Sicht: In den ersten Wochen im Jahr 2016 schnellten die Verkaufszahlen bereits auf den Stand des gesamten Jahres 2015.

Mehrfach ausgezeichnet

Parallel zu dieser Entwicklung gab es immer wieder Preise: so beispielsweise den Bundespreis für hervorragende innovatorische Leistungen für das Handwerk 2015, den IQ-Innovationspreis Mitteldeutschland 2015 und den Sächsischen Staatspreis für Innovation 2015.

„Die O&S hat sehr dazu beigetragen, Kunden zu gewinnen und unser junges Produkt bekanntzumachen“, erklärt Bernstein. In diesem Jahr plant BMF auf der O&S jetzt die Markteinführung einer weiteren Strahlanlage – der große Bruder des kleinen Twister sozusagen. Die neue Anlage mit dem Namen Tornado kann größere Teile oder größere Mengen bearbeiten.

 

Doch nun von Anfang an: 2013 stellte BMF erstmals die neuartige Strahlanlage zur mechanischen Oberflächenbestrahlung metallischer Werkstücke einem größeren Fachpublikum vor. Die Vorzüge von Twister überzeugten sofort. Bei geringem technischen und energetischen Aufwand sowie bei geringem Verbrauch des eingesetzten Strahlgutes erzielt die Anlage allseitig eine gleichmäßige Oberflächenstruktur.

Die Mehrfachwerkstückaufnahme ermöglicht es, gleichzeitig mehrere Werkstücke auf jedem der zehn drehbar ausgeführten Aufnahmeträger zu platzieren. Die Aufnahmeträger wiederum werden über eine Achse in Rotation versetzt und gleichzeitig über ein Zahnrad um eine Umlaufbahn eines innenverzahnten Rads bewegt, so dass eine Mehrfachrotation entsteht.

Anfangs für sich selbst entwickelt

Entwickelt hatte BMF den Twister zunächst für den Eigenbedarf. Das 2007 gegründete Unternehmen fertigt überwiegend Prototypen, Einzelteile oder Kleinteilserien aus Kunststoff und Metallen. Immer wieder entwickelt das Team um Geschäftsführer Bernstein auch Maschinen, die komplett auf eigenen Ideen basieren. Gefertigt wird ab Stückzahl eins und oft in Nischen, die Großbetriebe nicht so einfach realisieren können.

Den Twister entwickelte BMF, um den Prozess der Oberflächenbearbeitung ins eigene Haus zu holen. Erst nach und nach wurde Bernstein klar, dass er mit seiner Mittelgröße einer Strahlanlage eine Technik entwickelt hatte, die neu am Markt war und für die es eine große Nachfrage gab.

 

Vorfreude auf die O&S

Bei der neuen Strahlanlage Tornado ist das jetzt etwas anderes. BMF hat die Bedürfnisse des Markts ausführlich analysiert und die Erfahrungen mit Twister einfließen lassen. „Wir freuen uns auf die O&S 2016“, erklärt Bernstein. „Wir sind sicher, dass wir mit unserer Produktneuheit auch hier wieder die Anforderungen unserer Kunden erfüllen können.“