Neue Licht- und Drucklufttechnik

Das Schoeller Werk hat rund 800.000 Euro in ein neues Druckluftsystem und eine moderne LED-Beleuchtung investiert. Damit baut der Hersteller von längsnahtgeschweißten Edelstahlrohren die effiziente Steuerung des Energieeinsatzes aus. Die intelligente Druckluftlösung ist nach den Standards von Industrie 4.0 vernetzt. Im Ergebnis sinken der Gesamtverbrauch und die Energiekosten. Die Produktqualität steigt.

07. Februar 2017
Das Schoeller Werk hat in einem Teil der Produktion in ein neues Beleuchtungssystem investiert und spart dort rund 60 Prozent Energie ein. (Bild: Schoeller Werk)
Bild 1: Neue Licht- und Drucklufttechnik (Das Schoeller Werk hat in einem Teil der Produktion in ein neues Beleuchtungssystem investiert und spart dort rund 60 Prozent Energie ein. (Bild: Schoeller Werk))

Das neue Druckluftsystem ersetzt die Kolbenkompressoren und sichert einen prozesssicheren Betrieb des Maschinenparks mit ölfreier Druckluft. Das erhöht die Oberflächenreinheit der längsnahtgeschweißten Edelstahlrohre. Zudem setzt das Schoeller Werk die ölfreie Druckluft für die Kühlung von Laseroptiken ein.

Alle Komponenten des neuen Druckluftsystems sind miteinander vernetzt und werden zentral gesteuert. Die Vorteile der Industrie-4.0.-Lösung liegen in der bedarfsgerechten Anpassung der Druckluftleistung und in der gesteigerten Qualität. Das System wird außerdem zur Wärmerückgewinnung eingesetzt. 35 Prozent der dadurch gewonnenen Energie verwendet das Schoeller Werk beispielsweise für das Heizen von Büros.

60 Prozent weniger Energieaufwand für Beleuchtung

In den zwei größten Produktionshallen installierte das Schoeller Werk ein neues LED-Lichtsystem für die Helligkeits-, Bewegungs- und tageslichtabhängige Regelung. Die Steuerung erfolgt zentral und bedarfsgerecht. Dadurch spart das Schoeller Werk rund 60 Prozent der ursprünglich für Beleuchtung verwendeten Energie.

Weitere Investitionen

Anfang 2016 hat das Schoeller Werk 3,7 Millionen Euro in zwei vollautomatische Richt- und Prüfanlagen investiert. Die beiden Anlagen führen direkt nach dem Richten eine Ergebnisprüfung der Gradheit durch. Auf diese Weise werden unnötige Nacharbeiten vermieden. Damit optimiert der Rohrspezialist die Qualität der Produkte und steigert seine Effizienz.

Zuvor eröffnete das Schoeller Werk ein neues Technologie- und Prüfzentrum. Im Technikum führt das Unternehmen metallurgische und chemische Materialprüfungen zur Entwicklung kundenindividueller Rohrlösungen durch. Die Investition betrug 1,8 Millionen Euro.