Neue Ära des Bandsägens

Technik/Sägen

Auf der EMO stellte Wespa weiterentwickelte Metallsäge-bänder für den industriellen Zukunftsstandard Industrie 4.0 in der Bandsägetechnik vor. Der Sägebandhersteller aus Melsungen hat zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA eine entsprechende Technologie entwickelt.

04. Dezember 2017
Sägebänder mit QR-Code von Wespa markieren den ersten Schritt der Bandsägetechnik in Richtung digitalisierte Produktion nach dem Zukunftsstandard Industrie 4.0. Bild: Wespa
Bild 1: Neue Ära des Bandsägens (Sägebänder mit QR-Code von Wespa markieren den ersten Schritt der Bandsägetechnik in Richtung digitalisierte Produktion nach dem Zukunftsstandard Industrie 4.0. Bild: Wespa)

Der hessische Sägebandhersteller Wespa markiert die Industriesägebänder mit einem QR-Code. Eine eigens dafür konzipierte Maschine kann über diesen QR-Code das Werkzeug und die entsprechenden Einsatzparameter identifizieren. Wespa bietet jetzt den Einstieg in das ›digitale Sägeband‹ – auch für Unternehmen mit bestehenden Bandsägemaschinen.

Ziel dieser kontinuierlichen Entwicklungsarbeit war und ist der automatisierte Austausch von Daten zwischen Sägeband und Maschine, um so gezielter, effizienter und so flexibel wie möglich produzieren zu können. Das macht die Anwender deutlich wettbewerbsfähiger.

»Bisher werden Sägebänder auf Maschinen installiert und mit manuell eingegebenen oder statischen Standardparametern betrieben. Inzwischen aber haben wir die Chance, Werkzeuge, Maschinen, Werkstücke und Bearbeitungsaufträge so zu digitalisieren und zu vernetzen, dass sie intelligent und weitgehend autonom miteinander kommunizieren und produzieren können. Das ist Industrie 4.0, dafür haben wir werkzeugseitig einen ersten Standard für die Bandsägetechnik entwickelt«, erläutert Jan-Peter Schulz, Geschäftsleitung Vertrieb und Marketing.

2018 soll die neue Sägebandapplikation in größeren Stückzahlen produziert werden. Dabei kommt es auch in Zukunft auf die Beteiligung von Maschinenherstellern an. Erste Kooperationen sind bereits geschlossen worden. Weitere Unternehmen haben ihr Interesse bekundet, so Schulz.

Beschichtete Sägebänder für Kleinmaschinen

Neben diesem zukunftsweisenden Projekt stößt Wespa weiter in die Märkte für Kleinmaschinen vor und zeigte auf der EMO beschichtete Sägebänder mit Bandbreiten von 20 bis 34 Millimetern. Damit werden die vielen Vorteile von beschichteten Werkzeugen, die zunehmend zum Marktstandard werden, jetzt auch für kleinere Bandsägemaschinen erreichbar: deutlich höhere Standzeiten und Lebensdauer, bessere Oberflächenqualität, kein Einsägen, universelle Einsetzbarkeit auch in der Trockenbearbeitung oder mit Minimalmengenschmierung.

Diese Sägebänder sind Bestandteil des Sägebandkonzepts IPC | Individual Performance Cutting. Im nunmehr siebten Jahr des Konzeptes wurde dieses zur EMO neu überarbeitet und für 2018 weiter ausgebaut. Damit hat Wespa ein umfassendes Portfolio beschichteter Sägebänder mit Bandbreiten von 20 bis 80 Millimetern.

Hintergrund

Wespa produziert seit 1950 Sägewerkzeuge. Das Unternehmen mit bundesweitem Vertriebsnetz sowie Vertretungen und Händlern rund um den Globus zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Sägewerkzeugen. Das Angebotsprogramm Individual Performance Cutting (IPC) und eine neue Sägebandgeneration stehen für maßgeschneiderte Komplettlösungen und eine neue Dimension des wirtschaftlichen Bandsägens. Am deutschen Stammsitz in Melsungen, Hessen, produzieren rund 100 Mitarbeiter Produkte für unterschiedlichste Branchen. Auf Sägewerkzeuge von Wespa verlassen sich namhafte Global Player unter anderem aus der Automobil-, Luftfahrt-, Stahl- und Maschinenbauindustrie.

Erschienen in Ausgabe: 07/2017