Neuartiger Umgang mit Freiformflächen beim Biegen von Blechen

Der Ahrensburger Softwareentwickler SPI GmbH hat im Mai das neue Release seiner Software für die Blechabwicklung, SPI Sheetmetal Inventor, freigegeben. In der für Inventor 2014 zertifizierten Version wurden die Möglichkeiten im Zusammenhang mit der neuartigen, fertigungsgerechten Abwicklung von Freiformflächen und die Parameter der Facettenattribute grundlegend überarbeitet und erweitert.

09. Juli 2013

Ein neuartiger Umgang mit Freiformflächen ist nun auch mit Sheetmetal Inventor möglich: Übergangsteile (z. B. im Rohrbau) enthalten oft Freiformflächen, deren Krümmung in einer Richtung maßgebend, in der anderen Richtung aber vernachlässigbar ist. In solchen Fällen lassen sich mit Biegeverfahren gute Näherungen an das ursprüngliche Design erstellen, die den gestellten Anforderungen genügen aber gegenüber anderen Verfahren eine kostengünstigere Fertigungsalternative bieten.

Ausgehend vom ursprünglichen, freiformflächenbasierenden 3-D-Modell berechnet die SPI Software ein biegegerechtes "Alternativmodell" und erzeugt anschließend eine fertigungsgerechte Abwicklung, die innerhalb der Prozesskette direkt an die Produktion weitergereicht werden kann. Dieser Ansatz funktioniert auch mit importierten Modellen. Sheetmetal Inventor 2014 stellt dafür vielfältige Steuerungsmöglichkeiten bereit, die das Abwicklungsergebnis beeinflussen.

Als Strategien stehen die Verwendung gleicher Biegewinkel, gleicher Facettenbreiten oder gleichbleibender Modellabweichungen zur Verfügung. Eine Vorschau ermöglicht die Kontrolle des Ergebnisses. Mit der Version 2014 werden auch nicht-tangentiale Übergänge zu Freiformflächen unterstützt.

Die Optionen im Zusammenhang mit dem "Fertigungsinformationsattribut" wurden erweitert: Die Texthöhe ist nun einstellbar. Außerdem kann der Designer zwischen unterschiedlichen Darstellungsmodi wählen, beispielsweise ist dann für NC-Programme mit dem Transfer der Abwicklung eine direkte Interpretation des Textes als Werkzeug-ID möglich. Mit Hilfe des neuen Kommandos "Skizzenattribute" kann der Anwender festlegen, ob und wie Skizzen in einer Abwicklung dargestellt werden sollen, z. B. auch als offene Schnittkonturen bzw. Schlitze.

Der Freistellungstyp "Laser Flex" wurde um den Parameter "Schnitttiefe" erweitert. Ein daraus resultie-render über die Biegung hinausgehender Schlitz entlastet das reale Bauteil beim Biegen. Biegemarkie-rungen können nun auch durch Körnerpunkte dargestellt werden.

Der GEO-Export kann bzgl. der Übernahme von Eigenschaften, wie Rotation, Mininest, Twinline, Twinline-X und Twinline-Y, konfiguriert werden.

Einzelne Bestandteile der Abwicklung (wie Kennzeichnungen, Biegelinien, Biegemarkierungen, usw.) können, falls gewünscht, für die Ausgabe nach DXF unterdrückt werden.

SPI Sheetmetal Inventor 2014 ist für Inventor 2014 32 bit und Inventor 2014 64 bit zertifiziert und steht ab sofort zur Verfügung (http://www.sheetmetalinventor.de).