Moderne Prozessüberwachung und Anlagenvernetzung

Seit mittlerweile 25 Jahren steht die Schwer + Kopka GmbH für effiziente Prozessüberwachung in der Stanz- und Umformtechnik und für die verlässliche Maschinen und Betriebsdatenerfassung in der metallverarbeitenden Industrie.

21. April 2015

Die Prozessüberwachung in der Metallverarbeitung ist für viele Unternehmen, insbesondere im Automotive-bereich, nicht mehr wegzudenken. Trotz eines hohen Maßes an Präzision, modernster Maschinen und ausgeklügelten Werkzeugbaus werden viele Prozessfehler nur mit einer leistungsstarken Prozessüberwachung erkannt.

Prozessüberwachung und Sensorik – Stand der Technik

Folgende Sensorik wird heute in der Stanz- und Umformtechnik eingesetzt:

- Maschinenrahmensensorik (Presskraft): DMS-Sensorik entweder mit Spitzenwert- oder mit Hüllkurventechnik (Maschinenschutz)

- Binärsensorik im Stanzwerkzeug (Vorschub, Auswurf etc.): Lichtschranken, Nährungsgeber, etc. mit winkelbezogener Ja/Nein-Abfrage

- Wirbelstromsensorik (Abstandsmessung): Analoge Abstandsensoren zur Erkennung von groben Stanzbutzen und Doppelblech über Hüllkurventechnik und Absolutwertanzeige

- Hybride Kraft-Körperschallsensorik (piezoelektrisch): Werkzeugintegrierte Piezo-Sensorik zum Erkennen von Stanzbutzen, Spänen, Stempelbrüchen und anderer Kleinstfehler über hochdynamische Hüllkurventechnologie und Mustererkennungsverfahren

Nicht jeder Anbieter beherrscht jede Überwachungstechnologie

Die Presskraftmessung und die Binärüberwachung werden von allen Anbietern in der Prozessüberwachung eingesetzt. Der entscheidende Unterschied ergibt sich beim Einsatz werkzeugintegrierter Sensorik: Während die meisten Hersteller reichlich Erfahrung in der Anwendung von Abstandssensorik (Wirbelstrom) haben, ist die Kernkompetenz bei zwei Anbietern das Überwachen hochempfindlicher piezoelektrischer Sensorelemente direkt im Stanzwerkzeug. Folgerichtig gerät der Anwender in den Konflikt, sich für die eine oder andere Technik entscheiden zu müssen.

Die neuen Überwachungssysteme von Schwer + Kopka lösen diesen Technologiekonflikt und erlauben sowohl den Anschluss von Stanzwerkzeugen mit bereits vorhandenen Wirbelstromsensoren als auch von Werkzeugen mit integrierter Kraft- und Körperschallsensorik.

Ergänzt wird dies um eine neue, hochdynamische Signalverarbeitung, die das permanente Anpassen der Überwachungsgrenzen der Wirbelstromsensoren automatisiert. Anwender bestätigen, dass mit dieser hochdynamischen Überwachungsmethode auch deutlich bessere Ergebnisse mit den bereits vorhandenen Wirbelstromsensoren erzielt werden.

Neue Überwachungstechnologie für Schneide-, Präge-und Kalibrierprozesse

Stempelteilausbrüche und andere Werkzeugfehler machen sich mitunter nur minimal im Messsignal bemerkbar. Um solche Fehler zuverlässig zu detektieren müssen die Überwachungsgrenzen sehr eng angepasst werden. Dadurch steigt auch die Gefahr von Fehlabschaltungen.

Mit dem neusten Überwachungspuzzle „Foxmatic“ von Schwer + Kopka ist es möglich, kleinste Fehler selbst innerhalb der Hüllkurvengrenzen zu detektieren, ohne die Anzahl von Fehlabschaltungen zu erhöhen. Die neue Überwachungstechnologie Foxmatic unterscheidet zwischen einer permanenten, oder normalen Prozessschwankung und einer stochastischen Prozessabweichung wie Werkzeugfehlern.

Digitale und vernetzte Fertigung

Prozessüberwachungssysteme von Schwer + Kopka sind vorbereitet für die Maschinen- und Betriebsdatenerfassung. Die Möglichkeit der Vernetzung stellt ein Plus für jede Fertigung dar.

Die MES-Lösung SK-go!, entwickelt für die Stanz- und Umformtechnik, schließt die Lücke zwischen Fertigungs- und Planungsebene eines Unternehmens. Durch die Möglichkeit, einzelne Störgründe zu erfassen oder Aufträge der ERP-Ebene zu verwalten, werden wertvolle Fertigungsdaten direkt digital erfasst, die Leistungsdaten einer jeden Fertigungseinheit abgebildet und stehen somit umgehend für aussagekräftige Auswertungen und wichtige Nachkalkulationen bereit.

Die Vernetzung und Transparenz in der Fertigung führt durch das gezielte Aufdecken von Schwachstellen zur Effizienzsteigerung der Unternehmung und optimaler Ausnutzung der Fertigungsreserven. Natürlich auch verteilt über mehrere Werke, international und weltweit.