Mobile Laserbeschriftung

Technik/Oberflächen und Kanten

Ob klein, groß, rund oder eckig: Mit dem Mobil-Mark Laser-Markiersystem bietet die Mobil-Mark GmbH flexible Prozesssicherheit, Zeit und Kosten sparende Beschriftungslösungen. Das Besondere: Nicht das Produkt kommt zum Laser, sondern der Laser zum Produkt.

29. August 2017
Auch bauchige Körper wie dieser Getränkebehälter lassen sich dank lichtdichter Adapter ohne Brille oder Kabine beschriften. Bildquelle: Mobil-Mark
Bild 1: Mobile Laserbeschriftung (Auch bauchige Körper wie dieser Getränkebehälter lassen sich dank lichtdichter Adapter ohne Brille oder Kabine beschriften. Bildquelle: Mobil-Mark )

Metallverarbeitende Unternehmen kommen heute nicht mehr ohne Teilebeschriftung aus. Denn nur so sind Dokumentation, Identifizierung und Rückverfolgung der Werkstücke möglich.

Mobil-Mark hat mehrere mobile Lasersysteme entwickelt, mit denen Teile jeder Größe und Form zu beschriften sind – ganz ohne Schutzbrille oder sonstige Schutzmaßnahmen. Der große Vorteil: Die Werkstücke müssen nicht zu einer Markierstation transportiert werden, sondern die Beschriftung erfolgt integriert in den Produktionsprozess. Alle Laser bestehen aus einer mobilen Basiseinheit zur Steuerung der Prozesse und einer Lasereinheit, die sich dank individueller Aufsätze in Kombination mit verschiedenen Befestigungsoptionen exakt an die jeweilige Beschriftungsaufgabe anpassen lassen. So werden Werkteile, Maschinen, Geräte oder Produkte aus verschiedenen Materialien, die nicht in übliche stationäre Laseranlagen passen, prozesssicher, dauerhaft und sauber markiert. Mobil-Mark-Lasersysteme passen zu nahezu allen Fertigungsprozessen – von der manuellen Beschriftung über die Integration in die Serienfertigung bis zum Einsatz in hochautomatisierten Produktionsanlagen.

Die durchdachte Sicherheitstechnik sorgt in Kombination mit den Funktions- und Abdichteinheiten dafür, dass die Laserstrahlung sorgfältig abgeschirmt und ausschließlich auf das Werkstück konzentriert wird. Deshalb ist das Lasersystem nach der Laserschutzklasse 1 für höchste Arbeitssicherheit konzipiert. Sollte eine Gefahr für den Benutzer bestehen, verhindert das integrierte Sicherheitssystem die Inbetriebnahme. Dies ermöglicht die Verwendung des Beschriftungslasers ohne Schutzbrille oder die Markierung mit Hilfe eines Industrieroboters ohne Schutzumhausung.

Die kompakte und leicht zu transportierende Basiseinheit enthält alle für den Prozess notwendigen Komponenten und kann direkt an eine 230-V-Steckdose angeschlossen werden. Die Integration eines Touchscreens und eines Barcode-Readers ermöglicht eine einfach und schnelle Dateneingabe.

Der integrierte Industrierechner speichert alle eingegebenen Beschriftungsprogramme und kommuniziert mit marktgängigen BUS-Systemen. Zudem kann das Lasersystem dank der offenen Schnittstellenarchitektur an verschiedene ERP-Systeme angebunden werden und lässt sich somit in neue wie in bestehende Fertigungsprozesse integrieren.

So flexibel wie erforderlich

Eine Stärke des Ulmer Laserspezialisten ist die Entwicklung individueller Lösungen nach Kundenwunsch. Dafür analysiert Mobil-Mark die Kundenanforderungen sowie die Produktionsbedingungen und passt das Lasersystem exakt daran an – vom maßgeschneiderten Aufsatz für die Lasereinheit bis zur Haltevorrichtung. Um unterschiedlichste Materialien präzise sowie dauerhaft zu beschriften, kann der Laser mit einer Wellenlänge von 1064 nm sowohl im Cw- als auch im gepulsten Modus betrieben werden. Pulsspitzen bis 30 KW ermöglichen selbst starke thermische Applikationen, wie Gravuren in Stahl. Die Umstellung auf ›weichere‹ Pulse mit weniger Pulsspitzenleistung, dafür aber hoher Frequenz, eignet sich hingegen für die Anlassbeschriftung auf Metallen. Für noch härtere Materialien hat Mobil-Mark den luftgekühlten Hochleistungslaser ›Mobil-Mark Pulsar HP+‹ im Portfolio. Er arbeitet mit der fünffachen Pulsfrequenz wie der Standardlaser und erreicht so eine schnelle, präzise Tiefengravur von Hartmetallen. Die höhere Taktung führt auch zu einer deutlichen Zeitersparnis.

Antikorrosives Gasgemisch

Um die hohen Anforderungen der Behälterbau-, Pharma-, Küchen- oder Lebensmittelbranche an ein dauerhaft korrosionsfreies Gravurergebnis zu erfüllen, bietet Mobil-Mark den Pulsar HP+ auch modifiziert an. Diese Produktvariante arbeitet bei der Lasergravur unter einer Schutzgasatmosphäre, die die Korrosion der Tiefengravur verhindert. Beim herkömmlichen Prozess ginge der Edelstahl aufgrund der starken Energiezufuhr direkt vom festen in den gasförmigen Zustand über. Dadurch kann auch rostfreier Stahl korrosionsanfällig werden. Deshalb experimentierten die Laserspezialisten mit verschiedenen Prozessgasen wie Argon, Neon, Stickstoff oder Wasserstoffgemischen. Dabei stellten sie fest, dass jedes Gas unter anderem Einfluss auf die Beschriftungsfarbe nimmt und so auch verschiedene Anforderungen an die Optik der Gravur erfüllt werden können. Schwerer ins Gewicht fiel jedoch die positive Auswirkung der Gase auf die Korrosionsbeständigkeit der bearbeiteten Fläche. Mit einem speziellen Gasgemisch kann Mobil-Mark die Korrosion der Tiefengravur nachweislich verhindern. Weiterer Vorteil: Bei Einsatz des Gasgemischs kann sich die Bearbeitungszeit des Werkstücks um 50 Prozent verkürzen.

Motek Stand 7606

Erschienen in Ausgabe: 05/2017