Mit effizientem Draht zu dauerhafter Verbindung

Hohe Wirtschaftlichkeit, geringe Wärmeeinbringung und messbar reduzierter Energiebedarf entscheiden über die einzusetzende Technologie

28. Mai 2007

Hohe Wirtschaftlichkeit, geringe Wärmeeinbringung und messbar reduzierter Energiebedarf entscheiden insbesondere beim Fügen und Verbinden von beschichteten Dünnblechen über die einzusetzende Technologie. So etabliert sich immer mehr das MSG-Löten gegenüber dem MIG/MAG-Schweißen. Mit der Produktreihe „bercoweld“ setzt die Berkenhoff GmbH hier in Sachen Wärmeeintrag, Produktivität und Kostenreduzierung neue Maßstäbe in Qualität und Wirtschaftlichkeit. Der Einsatz dünner höher- fester Stahlbleche für leichtere Rohbaukarosserien ist mittlerweile bei führenden Automobilherstellern zum Standard geworden. Die hierfür erforderlichen Werkstoffkombinationen wie beispielsweise Multi-Material-Design mit Tailored Blanks erfordern allerdings entsprechende Füge- und Verbindungstechnologien. Für das Fügen verzinkter Feinbleche mit bis zu etwa 40 µm Schichtdicke bietet das Metall-Schutzgas-Löten, kurz MSG-Löten, wichtige Vorteile: hohe Prozess-Sicherheit, bessere Qualität der Lötnähte, sehr gute Verbindungsfestigkeit sowie hohe Korrosionsbeständigkeit. In der Automobilindustrie hat sich das MSG-Löten gegenüber dem Schweißen mit Temperaturen von über 1500° C vor allem aber durch den geringeren Wärmeintrag etabliert. Durch den Einsatz des neu entwickelten Aluminiumbronzelots Bercoweld A52 (CuAl5Ni2) von Bedra reduziert sich die Schmelztemperatur auf 1.000° C. Das heißt, durch das MSG-Löten, in Verbindung mit dem optimalen Zusatzwerkstoff, wird weniger Wärmenergie in das zu fügende Werkstück eingebracht. Die Bauteilgeometrie bzw. -kontur haben dadurch weniger Verzug und die gespeicherten Festigkeitsreserven kommen besser zur Geltung. Zudem absorbiert das duktile Lot bei besonders dünnen Blechkonstruktionen innere Spannungen. Diese Pufferung dämpft Schwingungen an der Gesamtkonstruktion, reduziert Eigenschwingungen und unterdrückt so Resonanzen beim späteren Fahrbetrieb. Die gesamte Produktreihe der bedra - Legierungen Bercoweld zeichnet sich darüber hinaus durch eine sehr gute Benetzung mit dem Grundmaterial und eine ausgezeichnete Spaltüberbrückbarkeit aus. Damit haben sich die Lote für das Verbinden von ferritischen und austenitischen Stählen, speziell im Dünnblechbereich mittlerweile bestens bewährt. Gleiches gilt für verzinkte Bleche: Zink hat einen Schmelzpunkt von 419 °C und verdampft bei 908 °C: also deutlich unter der Schmelztemperatur von Stahl. Daher ist ein Lötprozess zur Schonung der Zinkschicht vorteilhaft, sofern die mechanischen Anforderungen an die Lötnaht erfüllt werden können. Die Zinkschicht auf der Rückseite der überlappenden Bleche wird beim Einsatz von Bercoweld A52 nicht zerstört und so der Korrosionsschutz erhalten.