Mit dem "Schwert" gegen den Schmutz

Makelloser Glanz beim Dressierwalzen

Die speziell für metallische Oberflächen, wie beispielsweise Edelstahl, optimierten Schwertbürste eines Buchenbacher Unternehmens waren erstmals auf der Euroblech 2002 in Hannover zu sehen. Mit diesem „Reinigungsschwert“ werden produktionsbedingter Metallstaub, Papierpartikel und Kunststoffabrieb mittels der mikrobefeuchteten Bürstfilamente (Ingromat-Verfahren) sicher entfernt.

16. Juli 2003

Das Reinigungssystem von Wandres, Buchenbach, „Glänzt“ auch in Hinsicht auf den geringen Platzbedarf. Lediglich eine Lücke von etwa 200 mm Breite benötigt dieses neue System. Damit erlaubt es auch eine nachträgliche Integration in vorhandene Walzanlagen. Die verbesserte Oberflächenreinheit reduziert drastisch Störungen beim Dressiervorgang.

Verblüffende Ergebnisse

Die von der Oberfläche losgelösten Partikel werden im Randbereich mit einer gehärteten rotierenden Rakel aus den Linearbürsten herausgeschlagen. Zusätzlich wirken Druckluft-Reinigungsdüsen mit Schallgeschwindigkeit auf die Bürstenfilamente ein. Bisher war noch jeder Werksleiter verblüfft, welche Partikelmengen in vier Wochen im Filtergerät zu finden sind. Die erreichbaren Kosteneinsparungen werden laut Hersteller schnell wirksam.

Naßreinigung ohne Spuren

Wichtig sind auch die Verschleißfestigkeit und die Qualität des Bürstenmaterials. Wandres stellt diese Bürsten selbst her, um sicherzustellen, daß keine Borsten (Filamente) ausfallen können. Trotz einer hohen Lebensdauer von über 5.000 Stunden wurde Wert darauf gelegt, daß die Bürsten leicht ausgetauscht werden können. Jeder Schlosser kann den Linearbürstenwechsel innerhalb weniger Minuten durchführen.

So können etwa vier Schwertbürsten mit Wischrichtung von der Mitte zum Rand reinigen und so ein Edelstahlband beidseitig beim Dressierwalzen (Glattwalzen mit spiegelnder Oberfläche) zuverlässig vom Schmutz befreien. Absaugungen im Randbereich fördern die Partikel in ein zentrales Filtergerät. Die Reinigung erfolgt mittels dem patentierten „Ingromat-Verfahren“. Die farblose „Ingromat“-Flüssigkeit bindet die Partikel an der Bürste. Die so gebundenen Partikel werden zum Rand gefördert und dort in ein zentrales Filtergerät geblasen. Die mikro-befeuchtete Bürste kann auch Partikel kleiner 0,1 mm binden und zuverlässig entfernen. Zudem bleibt die zu reinigende Oberfläche trocken, die farblose Reinigungsflüssigkeit hinterläßt keine Rückstände auf den gereinigten Oberflächen.

Erschienen in Ausgabe: 04/2003