"Midimal" schweißen

Kompakte Schweißmaschinen für den Allround-Betrieb

Schnell qualitativ hochwertige Schweißergebnisse zu erzielen, ist nicht mehr allein das Privileg der Anwender von High-End-Schweißmaschinen. Die Schweißexperten von Dalex, Wissen, haben die Technik der sehr einfachen Bedienbarkeit ihres Top-Modells (die sogenannte „virtual solutions“) auf die Schweißmaschinen-Baureihe „Midi“ für den mittleren Leistungsbereich übertragen.

03. September 2002

Im Dezember letzten Jahres stellte Dalex, Wissen, nicht nur sein neues Technikum vor (BBR berichtete in Heft 1/2, 2002), sondern präsentierte zugleich auch die neue „Midi“-Baureihe. Bei der neuen mittleren Leistungsklasse „Midi“ handelt es sich um mobile, kompakte Geräte auf modernster IGBT- isolated gate bipolar transistor - Inverterbasis. Mit Schweißströmen bis 300 Ampère sowie Pulsströmen bis 800 Ampère lassen sich bemerkenswert gute Ergebnisse beim Schweißen von Stahl sowie von Leichtmetallen wie Aluminium und Magnesium erzielen.

Produktiv schweißen mal vier

Seit September 2001 stehen den Anwendern vier verschiedene Ausführungen der Schweißmaschinen-Baureihe „Midi“ zur Verfügung. So die Midi-TIG 300 DC. Hierbei handelt es sich um eine Wolfram-Inert-Gas-(WIG) Lichtbogenschweißmaschine in Gleichstromausführung, die 300 Ampère Dauerstrom bei 35 Prozent Einschaltdauer (ED) bietet. Eine weitere Neuheit ist die Midi-TIG 300 AC/DC in Gleich- und Wechselstrom, die beste Ergebnisse beim Fügen von Leichtmetallen sowie ihren diversen Legierungen garantieren soll. Auch die weiterentwickelte Midi-MIG 300/800P, eine MIG-MAG-Maschine, die im Pulsstrombetrieb qualitativ hochwertige Schweißnähte in kürzester Zeit zu realisieren vermag, gehört der neuen Schweißgeräte-Generation an. Dieser Maschinentyp bietet Dauerströme bis 300 Ampère sowie Pulsströme bis maximal 800 Ampère bei 35 Prozent Einschaltdauer. In Kombination mit dem „Midi-cooling-shuttle“ läßt sich die Produktivität aller Midi-Schweißstromquellen sowie die Standzeit des Schweißbrenners drastisch erhöhen. Dieses Gerät ist vor allem für Schweißaufgaben im Dauereinsatz bestens geeignet.

Einfacher für den Schweißer

Alle Midi-Schweißanlagen verfügen über die Technik der „virtual solutions“. Hierbei handelt es sich um die weltweit einmalige Konzeption der Verbindung einer realen mit einer virtuellen Maschine. Eine Vielzahl an werksseitig vorprogrammierten „Synergie-Kennlinien“ ermöglicht damit das Schweißen ohne aufwendige Einstellarbeiten. Der Schweißer muß zu Beginn lediglich das notwendige Schweißverfahren in Abhängigkeit von Werkstoff, Drahtdurchmesser und Schutzgas auswählen. Danach entscheidet er sich für das geeignete Schweißprogramm aus der Schweißdatenbank. Diese enthält bereits in der Standardausführung alle Programme für die Stahl-, Edelstahl- und Leichtmetall-Schweißung sowie spezielle Parametereinstellungen, geeignet beispielsweise für das spritzerfreie Zünden mit Draht-Reversbetrieb oder die Kommunikation über Roboterschnittstellen.

Das Schweißgerät das rechnen kann

Die Synergie-Tabellen der Schweißdatenbank enthält neben den Werten für den zu schweißenden Werkstoff auch die betreffenden Daten für Schutzgasart sowie Drahtdurchmesser. Ein Mikroprozessor errechnet dann aus all diesen Vorgaben die entsprechenden Parameter für den optimalen Schweißprozeß. Für den Anwender bedeutet dies, daß er mit den neuen Maschinen sofort arbeiten kann, ohne im Vorfeld aufwendige Parameter-Einstellarbeiten, wie Vorgabe von Pulshöhe, Pulsdauer, Pulsfrequenz, Grundstrom und anderes mehr, vornehmen zu müssen. Sämtliche Daten, selbst eventuelle Eigenentwicklungen der Anwender, lassen sich übrigens über ein eingebautes MMC-Laufwerk auf eine Multi-Media-Card (MMC) abspeichern und bei Bedarf auf weitere Schweißmaschinen einfach und problemlos kopieren.

Die äußerst kompakten „Midi“-Schweißmaschinen sind mittels Handgriff sowie der Achse mit den Rollen sehr einfach überall hin zu transportieren. In Zusammenarbeit mit dem bekannten Industriedesigner Olaf Barski wurde das Design aller „Midi“-Geräte entsprechend der anerkannten Dalex-Design-Toplinie konzipiert und umgesetzt. Es wurde besonderen Wert auf maximale Bedienerfreundlichkeit sowie hohem Anwenderkomfort gelegt.

Erschienen in Ausgabe: 05/2002