Metall wird knapp

Nur eine erhebliche Steigerung der Ressourceneffizienz könne einen weltweiten Engpass für Metall verhindern, wird in einer Studie für das diesjährige Weltwirtschaftsforum vom Umweltinformationsdienst ENDS Europe behauptet.

24. Februar 2012

Um beispielsweise den erwarteten Bedarf an Stahl zu befriedigen, müsse dessen Recyclingquote bis 2030 um etwa die Hälfte, nämlich von derzeit 38 auf 51 Prozent, steigen.

Zwar sind die meisten Metalle in ausreichender Menge in der Erde zu finden, doch steigen zum einen die Kosten für die Gewinnung und zum anderen die Belastung der Umwelt enorm. Drittens wüde ein Ressourcenmangel das Wachstum der Weltwirtschaft bremsen. Wenn nichts geschieht, würde das die größten Wirtschaftsmächte (USA, EU, Japan und die BRIC-Staten) 2030 etwa 2 Billionen US-Dollat kosten.

Die CO2-Vermeidung nach dem derzeitigen (völlig unzureichenden) Standard kostet dann weitere 1,8 Billionen USD. Recycling-Prozesse verursachen aber erheblich weniger CO2 als die Primärproduktion von Metallen. Besonders deutlich ist das bei den Leichtmetallen Aluminium und Magnesium.

Die Autoren vom Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford sehen allerdings noch viele Hindernisse azf dem Weg zum ressourcenschondenden Wirtschaften: mangelnde Einsicht, mangelnde politischer Wille und fehlende Anreize, aber auch die komplexen Lieferketten und eine verwirrende Vielfalt von Umweltstandards. Doch: Je schneller etwas geschieht, desto geringer die Folgekosten. Frühzeitiges Handeln ist also sowohl im Interesse der Unternehmen wie der Regierungen.