Messen mit hoher Präzision

Das Unternehmen Dr. Heinrich Schneider Messtechnik hat eine neue Mess- und Auswertesoftware entwickelt. U-Soft Solid ultra erlaubt das durchgängige Messen von Geometrien, Freiformflächen, Kurven und Verknüpfungen – werkstattgerecht und einfach.

07. Dezember 2018
Die Messpunkte wurden so platziert, dass sie eine eindeutige Bewertung des Endproduktes zulassen. (Bild: Heinrich Messtechnik)
Bild 1: Messen mit hoher Präzision (Die Messpunkte wurden so platziert, dass sie eine eindeutige Bewertung des Endproduktes zulassen. (Bild: Heinrich Messtechnik))

„Prüflinge können durchgängig gemessen und genau dokumentiert werden – ohne Einschränkungen und unabhängig von ihrer Kontur, Form und Oberfläche“, so Dr. Wolfram Kleuver, Geschäftsführer von Dr. Heinrich Schneider Messtechnik. Die U-Soft Solid ultra wie auch die Saphir kommen – nach der Übernahme von U-Software durch Schneider Messtechnik – aus einer Hand. Die beide Softwarepakete arbeiten mit dem gleichen Kern.

U-Soft Solid ultra wird auch auf Koordinatenmessmaschinen von Zeiss installiert und dockt dort an, wo die Zeiss-Software ihre Grenzen hat. Ein Upgrade ist zudem auf Koordinatenmessmaschinen von Wenzel und Mitutoyo möglich.

40 bis 60 Prozent weniger Eingabeaufwand

Zu den Highlights von U-Soft Solid ultra gehören die schnelle Einzelteilmessung mit 40 bis 60 Prozent weniger Eingabeaufwand ebenso wie die externe Teileprogramm-Erstellung mit CAD-Offline nach Datensatz. Sofern das zu messende Werkstück mit einem CAD-System konstruiert wurde und die CAD-Daten verfügbar sind, kann der Anwender mit CAD-Offline den Datensatz zur Erstellung des Messprogramms für das entsprechende Werkstück gerätefern nutzen – zeitlich und räumlich unabhängig vom Messgerät.

Auch die Prüfprotokolle mit variabler Prüfprotokollgestaltung können so einfach offline erstellt werden. Dank simpler Rechnerleistungen, reduzierten Stillstandzeiten sowie unproduktiven Einfahrzeiten ermöglicht das Softwaremodul CAD-Offline unter der U-Soft Solid ultra laut Hersteller in der Praxis einen Kapazitätsgewinn beim Messen von 60 Prozent.

Prüfprotokolle in vielen Ausgabemöglichkeiten

Prüfprotokolle sind einfach durch Bemaßung der gemessenen Elemente in der Zeichnungsansicht zu erstellen. Parallel wird der Erstmusterprüfbericht nach VDA erstellt. Für den Protokollkopf können Systemvariablen eingesetzt werden, sodass dieser automatisch gefüllt werden kann. Die Protokolle können dann in verschiedenen Formaten wie Drucker, PDF, ASCII und Binär gespeichert werden. Daneben gibt es auch verschiedene Ausgabemöglichkeiten wie Soll-Ist-Vergleich, Grafikprotokoll mit Abweichung zum Modell oder Prüfprotokoll im Excelformat.

Eine besondere Softwarefunktion ist die Multisensorik: Sie erlaubt die Verwendung unterschiedlicher Tastsysteme auf einem Messzentrum. Je nach Teilespektrum kann zwischen den vielfältigen Tastern und Tasteraufnahmen von Renishaw – fest, manuell oder motorisch-steuerbar – ausgewählt werden.

Spezielle Features besitzt die Software auch bei der Tasterkalibrierung: Ob Einzeltaster, Sterntaster oder steuerbarer Tastkopf – die Übernahme eines einzigen Tastpunktes in Polrichtung der Kalibrierkugel genügt, um alle Tasterkombinationen schnell und präzise zu kalibrieren.