Mehr wissen über Stanztechnik

Das Stanzen von Blechen ist eines der wichtigsten Verfahren in der Metallverarbeitung. Aus diesem Grund bietet die Technische Akademie Esslingen (TAE) am 13. März ein Seminar zum Thema "Stanztechnik und Feinschneiden" an.

28. Februar 2019

Die Kombination Feinschneiden/Umformen eröffnet Lösungen mit Produktivitäts-, Kosten- und Wettbewerbsvorteilen. Werkzeuge beeinflussen durch Teilequalität, Zykluszeiten, Wartungs- und Reparaturzyklen und Werkzeugkosten die Effektivität der Fertigungssysteme.

Wettbewerbsvorteile durch Automatisierung und Kostenführerschaft bei Stanzteilen, Werkzeugen und Maschinen sind unzureichend. Profitable Differenzierung im Produktentwicklungsprozess und Einsatz neuer Fertigungstechnologien versprechen mehr Erfolg. Die fertigungsgerechte Bauteilkonstruktion ist Basis wirtschaftlicher Fertigung und Erreichung der Qualitätsvorgaben.

Ausgehend von Kundenanfragen wird aufgezeigt, ob Normalstanzen oder Feinschneiden Vorteile bezüglich Qualität und Kosten bietet. Schnitteinsätze und Stempel aus Hartmetall benötigen beim Stanzen (mit geringeren Materialstärken) eine absolut reproduzierbare Schnittkantenpräparation. Das erhöht die Standzeit zwischen 30 bis 200 Prozent.

Beim Feinschneiden mit großen Materialdicken werden die PM-Stähle der Stempel und Schneidplatten stark beansprucht. Beste Standzeiten werden nur mit entsprechender Kantenpräparation und anschließend aufgebrachter Beschichtung erreicht. Mögliche Werkzeugkonzepte werden dargestellt. Weitere Vorträge behandeln Schmierung und Teilereinigung. Organisatorische Fragen und Arbeitsvorbereitung ergänzen die Inhalte.

Ziel der Weiterbildung

Das Seminar gibt einen Überblick über die Möglichkeiten und die optimale Anwendung von Stanzen und Feinschneiden. Fortschrittliche Verfahren und Anwendungsbeispiele für Teilegestaltung, Werkstoffwahl und Prozessgestaltung werden vorgestellt. Das Qualitätsmanagementsystem der Technischen Akademie Esslingen ist nach DIN EN ISO 9001 und AZAV zertifiziert.