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Mehr ist weniger

Mehr ist weniger

Technik

Für seine Strahl- und Konservierungslinien ist Kaltenbach nicht so bekannt wie für die Sägemaschinen – zu Unrecht. Besonders die Zusammenarbeit mit dem Lackieranlagenhersteller Intec hat zu hocheffizienten Anlagen geführt.

07. Februar 2012

Wartungsarmut im Produktionsprozess hat einen großen Reiz. Auch sonst setzen die Anlagen der KPC-Reihe auf ›weniger‹: weniger Farbverbrauch, weniger Kontaktpunkte, nur ein Arbeitsgang für die Rundumlackierung. Und deshalb weniger Zeitaufwand, weniger Emissionen, weniger Reinigungs- und Wartungsaufwand. Nur in einem Punkt gibt es deutlich mehr: beim Automatisierungsgrad. Über das Thema Sparen sprach die Redaktion mit Michael Rödder, Gesellschafter von Intec aus Solingen.

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Herr Rödder. Weniger ist manchmal mehr – oder anders gefragt: Wo liegt das Einsparpotential der Konservierungsanlagen von Intec?

Es gibt meines Erachtens wenige Prozessabläufe in der metallverarbeitenden Industrie, in denen ein so hohes Einsparpotential liegt wie beim Umstellen vom Handlackieren von Stahlträgern und Blechen auf das vollautomatische Lackieren in modernen Konservierungsanlagen.

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Da ist zum einen der Platzbedarf. Für den automatisierten Lackiervorgang wird nur etwa ein Drittel der Hallenfläche im Vergleich zur manuellen Beschichtung benötigt.

Außerdem werden in unseren Anlagen die zu lackierenden Teile in einem Arbeitsgang rundum beschichtet und müssen nicht manuell gedreht werden. Ein weiterer Punkt ist die Technik. Bis zu 32 Farbspritzpistolen liefern ein jederzeit reproduzierbares Lackierergebnis bei gleichbleibender Qualität. Gerade diese Rückverfolgbarkeit der Produktionsdaten wird immer wichtiger. Und nicht zuletzt sind die Durchlaufzeiten in unseren Anlagen im Vergleich zur Handlackierung um 70 Prozent geringer und wir benötigen bis zu 30 Prozent weniger Lack. Diese Zahlen sprechen für sich.

Seit fast einem Jahr besteht die strategische Partnerschaft für den Bereich der Konservierungs- und Deckbeschichtungsanlagen zwischen intec und der Kaltenbach-Gruppe. Wie sind ihre Erfahrungen?

Wie zu erwarten war, hat sich die Partnerschaft zu einer Win-win-win-Situation entwickelt. Dreimal Win, weil unsere Kunden ebenso profitieren wie auch Kaltenbach und Intec.

Wie zeigt sich der dreifache Profit?

Die Kunden haben erstens nur einen verantwortlichen Ansprechpartner bei den Projekten, zweitens eine umfängliche und kompetente Beratung und drittens eine perfekte Vernetzung der Komponenten zueinander. Ich denke dabei an die Kombination von Strahlanlagen, Transportsystemen für die Stahlträger und Bleche und unsere Beschichtungsanlagen – da ist alles aus einem Guss!

Sprint-Strahl

Für die Oberflächenveredelung setzt der Stahlhändler Weinmann Aach AG eine Sprint-Strahlanlage von Kaltenbach SPS/Gietart aus Hengelo, Holland, ein. Über eine Höhen- und Breitenvermessung des Materials auf der Zufuhrseite wird die Chargierung automatisch so positioniert, dass das Strahlgut optimal von Rost und Zunder gesäubert wird. Doppelscheibige Turbinenräder sorgen für ein gutes Strahlergebnis der Stäbe, Bleche und Profile bei hohen Durchlaufgeschwindigkeiten und geringem Strahlmittelverbrauch.

Die AuSSenhüllen der Anlagen sind aus Konstruktionsstahl und sorgen für eine hohe Stabilität.

Die zusätzlich mit der Hülle verbolzten Manganstahlauskleidungen gewährleisten darüber hinaus einen hohen Widerstand gegen Verschleiß durch das Strahlmittel und können doch schnell und einfach ausgewechselt werden. Eine weitere Besonderheit ist die Reinigung und Zurückgewinnung des verwendeten Strahlmittels. Durch die Entfernung von Staub und Zunder mittels mehrstufiger Kaskaden-Luftreinigung werden auch bei Mehrfachverwendung des Strahlmittels sehr gute Strahlergebnisse erreicht.

Erschienen in Ausgabe: 01/2012