Mehr Erz auf den Schienen

Dank neuen Waggons aus hochfestem Stahl

08. Januar 2009

Dünnwandigere und stärkere Waggons, die bei unverändertem Bruttogewicht 20 Prozent mehr Erz als früher fassen, und das bei geringerem Wartungsbedarf. Das ist der Schlüssel zum Erfolg, mit dem es dem schwedischen Bergbauunternehmen LKAB gelungen ist, eine erhebliche Steigerung seiner Eisenerzlieferungen zu erzielen. Die neuen Eisenbahnwaggons sind aus hochfestem Stahl gefertigt und verbessern die Transporte in mehreren Punkten. Daher wurde die Waggonkonstruktion für den Swedish Steel Prize 2008 nominiert. Die neuen Waggons aus hochfestem Stahl werden weit oben im Norden Europas auf der Bahnstrecke zwischen Luleå in Schweden und Narvik in Norwegen eingesetzt. Da dort intensiver Verkehr mit der sogenannten Erzbahn besteht, gibt es strenge Vorschriften, was die Belastung der Schienen durch die betreffenden Züge anbelangt. Die höchstzulässige Achslast beträgt 30 Tonnen, was einem Höchstgewicht von 120 Tonnen pro voll beladenem Waggon entspricht. Seit einiger Zeit rollen völlig neue, wesentlich leichtere Waggons auf der besagten Bahnstrecke im hohen Norden.

Die Grundlage dieser Neuerung ist die erfolgreiche Arbeit an der Konstruktion, bei der hochfester Stahl eine zentrale Rolle einnimmt. Da bei den Waggonmulden extrahochfester warmgewalzter Stahl mit einer Mindeststreckgrenze von 650 MPa zum Einsatz kommt, ließ sich das Eigengewicht der Waggons reduzieren. Damit wurden die Transporte rentabler, denn sowohl beim Gewicht als auch beim Volumen konnte die Ladekapazität der Waggons erhöht werden.