Matra-Fachhändler in 3D

01. Juni 2005

In einem Jahrzehnt hat das Handelshaus Matra, Frankfurt, die 3D-Lasertechnik der Prima Industrie S.p.A. erfolgreich am deutschen Markt plaziert. Matra bringt zum Vertrieb des umfangreichen Maschinenprogramms sein hohes Prozeß- und Automations-Know-how in die Anlagenplanung und Realisierung ein. Mit eigenem Engineering werden applikationsspezifische Lösungen von der Stand-alone-Maschine bis zum vollautomatischen Fertigungsprozeß geboten. Viele der in Frankfurt entwickelten Innovationen gehören heute zum Standard der Prima-3D-Lasertechnik.

Schwingungsfrei

Von der Automobil- und Flugzeugherstellung bis zum Landmaschinenbau findet die innovative 3D-Lasertechnik der Prima Industrie ihren Einsatz. Zu den markantesten Merkmalen der italienischen Maschinen gehört ihr monolithischer Aufbau. Ein Maschinenbett aus gesintertem Stein bietet eine enorme Stabilität. Das materialbedingt außerordentlich schwingungsdämpfende Bett ist gleichzeitig die Voraussetzung für den Einsatz der kompakten Konstruktion des einziehbaren Auslegerarms. Dieser patentierte hochfeste Druckguß-Aluminiumarm ­gewährleistet gegenüber der klassischen Brückenform ein freieres Handling. In verwindungsfreier Bauweise sind darin Laser, Strahlengang, CNC und Elektromechanik integriert. Dadurch sind eine gute Strahlführung und das Einhalten aller Qualitätsparameter während des Betriebs gewährleistet. Das Werkstück/Blech bleibt im Ruhezustand während der Bearbeitung mit der »fliegenden Optik«. Mit diesem Konstruktionsprinzip ist das freie und sichere Handling groß dimensionierter Bleche bei weitgehend störungs- und unterbrechungsfreiem Bearbeitungs­ablauf möglich. Vertikale und horizontale Türöffnungsrichtungen gewähren die nahezu vollständige ­Zugängigkeit und erweitern gleichzeitig die räumliche Kapazität der Maschinen über ihre eigenen Abmaße hinaus.

Grossdimensioniert

Die drei- beziehungsweise fünfachsige Maximo steht im 2D-Bereich mit einem ­Arbeitsbereich bis 48 m Länge für außergewöhnliche Bearbeitungsmöglichkeiten zur Verfügung. Der »Einsteiger« in die 3D-Technik, die »Domino«, ist zwar als 2D-Maschine konzipiert, kann jedoch für einfache 3D-Bearbeitungen genutzt werden. Die größte 3D-Lasermaschine ist die fünfachsige »Optimo«, mit Verfahrwegen von 4.500/ 2.500 / 920 mm ist sie geeignet, Bleche bis 5,50 m Länge zu bearbeiten. Eine Besonderheit sind die „Laserdyne“- Mikrobohrmaschinen, mit extrem hoher Laserleistung für tiefe und hochpräzise Durchbrüche.

Für das Freiform-Schweißen ist das Konzept der „Mosaico“ zum Fertigen von „Tailored Blanks“ im Karosseriebau. Die paarigen Haltetische sind entsprechend den zu bearbeitenden Blechteilen paßgenau geformt. Unterstützt durch ihr spezielles Vakuumhaltesystem ermöglichen sie das exakte, einseitig plane und verformungsfreie Verschweißen von Blechen unterschiedlicher Dicken. Die Anlage verfügt über einen speziellen Schneid- und Schweißkopf. Dadurch können Bleche in automatischer Folge geschnitten und ohne Abspannen geschweißt werden.

Erschienen in Ausgabe: 03/2005