Materialkennwerte fürs Schweißen

Granta Design hat eine neue Version der Software zur Materialauswahl und grafischen Analyse von Materialeigenschaften, CES Selector 2018, veröffentlicht. Zu den neuen Funktionen zählen die unmittelbare Diagrammdarstellung, neue Daten für die Untersuchung der Schweißbarkeit sowie die Möglichkeit, hinsichtlich komplexer Materialkennwerte zu filtern.

02. November 2017
CES Selector 2018: Darstellung der relativen Leistung von Materialien für eine Anwendung, die eine hohe spezifische Steifigkeit sowie Sturz- und Stoßfestigkeit erfordert. (Bild: Granta Design)
Bild 1: Materialkennwerte fürs Schweißen (CES Selector 2018: Darstellung der relativen Leistung von Materialien für eine Anwendung, die eine hohe spezifische Steifigkeit sowie Sturz- und Stoßfestigkeit erfordert. (Bild: Granta Design))

Bei Werkstoffproblemen sollten Materialien hinsichtlich ihrer spezifischen Festigkeit, Steifigkeit oder der Frage, ob das Material warm anzufassen ist, bewertet werden. Diese Informationen können aus den Eigenschaften abgeleitet werden. Sie stehen im Materialuniverse, der Materialdatenbibliothek von CES Selector.

CES Selector ermöglicht auch den Zugriff auf detaillierte und spezialisierte Datenbanken. Ein effektiver Vergleich kann jedoch schwierig sein, wenn das gleiche Material je nach Norm unter unterschiedlichen Eigenschaftsnamen aufgelistet ist. Jetzt sind die Daten aus ASTM und ISO in einer Eigenschaftsliste zusammengefasst, was einen Vergleich erheblich erleichtert.

Einfache Vorauswahl von Legierungen

Eine Anforderung bei der Auswahl von Metallen ist Schweißbarkeit von Bauteilen. Werden Werkstoffe ausgewählt, die nicht schweißbar sind, kann das zu niedrigen Produktionsgeschwindigkeiten, hohen Fehlerquoten und hohen Kosten führen. Neue Daten zur Schweißbarkeit erleichtern jetzt die Vorauswahl von Legierungen.

Für die FE-Simulation ist jetzt die neue Jahm-Curve-Data-Bibliothek verfügbar. Diese Bibliothek enthält die temperaturabhängigen Kennwerte von mehr als 2.900 Werkstoffen. Das ist insbesondere für die Untersuchung von Hochtemperaturanwendungen und als Input für präzise Simulationen von Interesse. Darüber hinaus können Anwender der Altair Partner Alliance jetzt die Hyperworks-Units nutzen, um für die Materialrecherche auf CES Selector zuzugreifen und so detaillierte Simulationen sicherzustellen.

Risikokennzeichnung verbotener Substanzen

Zu den neuen Funktionen gehört unter anderem die Möglichkeit, eigene Werkstoffe hinzuzufügen, sodass diese schnell mit den auf dem Markt erhältlichen Materialien verglichen werden können. Zudem können Was-wäre-wenn-Analysen über die Umweltauswirkungen verschiedener Designszenarien unter Verwendung aktualisierter Eco-Daten sowie die Risikokennzeichnung verbotener Substanzen nach der Reach-Verordnung schneller und effektiver ausgeführt werden.

Dr. Charlie Bream, Produktmanager für CES Selector bei Granta Design, erklärt: „Dank der Kundenrückmeldungen zu ihren spezifischen Problemen konnten wir Funktionen und Daten ergänzen. CES Selector 2018 stellt die benötigten Werkzeuge zur Verfügung, um die Feinheiten bei der Materialauswahl zu handhaben, Zeit und Kosten zu reduzieren.