Materialdaten für die Simulation

Granta Design und Jahm arbeiten künftig zusammen. So werden die umfangreichen temperaturabhängigen Materialkennwerte von Jahm innerhalb Grantas Materialsoftware Granta MI und CES Selector verfügbar sein. Die Daten umfassen mehr als 2.800 Werkstoffe, darunter Metalle, Kunststoffe und Keramik, sowie 24.000 temperaturabhängige Datensätze für Elastizitätsmodule, thermische Ausdehnungen, thermische Leitfähigkeit und Spannungs-Dehnungsdiagramme.

16. Dezember 2016
Darstellen von Ermüdungsdaten aus Jahm bei Mehrfach-Kerbwirkung in Granta MI. (Bild: Granta Design)
Bild 1: Materialdaten für die Simulation (Darstellen von Ermüdungsdaten aus Jahm bei Mehrfach-Kerbwirkung in Granta MI. (Bild: Granta Design))

Die Simulation ist in der Produktentwicklung wichtig, allerdings hängt die Genauigkeit stark von der Qualität der Eingabedaten ab. Berechnungsingenieure verwenden oft viel Zeit darauf, die richtigen Werkstoffdaten und Materialmodelle zu finden und gefährden die Aussagekraft ihrer Ergebnisse, wenn sie Daten verwenden, die nicht aus einer nachvollziehbaren Quelle stammen.

Mit Granta MI erstellen die Unternehmen eine einfach verfügbare, rückverfolgbare Quelle für alle Materialdaten des Unternehmens. Damit können sie die Simulationsdaten, vom Versuch über die Analyse bis zur Simulation, verwalten. Diese unternehmensinternen Daten werden von einer umfangreichen Bibliothek an Referenzdaten sämtlicher Werkstofftypen ergänzt. Durch die Erweiterung dieser Bibliothek mit den Jahm-Daten steigt der Wert der Simulation.

Direkt aus der CAE-Software

Die Berechnungsingenieure können auf die Daten an einer zentralen Stelle zugreifen. Darüber hinaus ermöglicht das Modul Granta MI:Materials Gateway den Zugriff sowie Materialsuchfunktionen direkt aus der CAE-Software heraus, etwa aus Abaqus oder Ansys. Das stellt die Genauigkeit und Konsistenz in der Simulation sicher, vermeidet Fehler, schützt Investitionen und erhöht das Vertrauen in die Simulationsergebnisse.

 

Die Jahm-Daten sind darüber hinaus bei Studien zur Werkstoffauswahl nützlich, zum Beispiel beim Durchsuchen der Werkstoffe nach detaillierten Konstruktions- und Simulationsdaten der wahrscheinlichsten Materialkandidaten. CES Selector ist das Standardwerkzeug für die Werkstoffauswahl und die grafische Analyse von Materialkennwerten.

Materialklassen identifizieren

Seine Diagrammwerkzeuge und Funktionen für die systematische Auswahl filtern Werkstoffoptionen basierend auf ihren Kennwerten und helfen den Anwendern dabei, Zielkonflikte zu beurteilen. Die Erweiterung durch die Jahm-Daten bietet jetzt eine verbesserte Abdeckung bei Hochtemperatur-Kennwerten und ermöglicht es den Ingenieuren, Materialklassen zu identifizieren, für die geeignete Simulations-Eingabedaten vorhanden sind.

Dr. Patrick Coulter, COO bei Granta Design, betont: „Die zusätzlichen Daten stärken Grantas Strategie, die zentrale Quelle für Werkstoffdaten für die große Bandbreite technischer Anwendungen zu liefern.“ John Selverian von Jahm fügte hinzu: „Die Kopplung der Auswahl- und Suchwerkzeuge mit unserer Datenbank bedeutet, dass das Auffinden geeigneter Material- und Simulationsdaten für die Konstruktion nur wenige Mausklicks entfernt ist.“