Maschine+Werkzeug

Technik

Der dänische Schleif- und Entgratspezialist Fladder kann sich auf mehrere Jahrzehnte Erfahrung stützen – und das merkt man: an der Technologie, an den Maschinen, an den Werkzeugen.

18. August 2011

Es gibt viele gute Maschinenhersteller und viele gute Werkzeughersteller. Beides aus einem Haus, und das in höchster Qualität, ist eher selten.

Den Durchlaufautomaten Fladder AUT gibt es mit eingebauter PLC-Steuerung (PLC = SPS). Diese Steuerung ermöglicht die Programmierung der Maschinenfunktionen und die Bedienung von einem zentralen Kontrollpult aus.

Weil die Werkstücke auf der AUT durch ein Vakuumsystem auf dem Transportband festgehalten werden, spielt die Dicke, oder besser gesagt die Dünne, keine große Rolle. Nach oben gibt es natürlich eine Grenze für die maximal 1200 mm breiten Bleche: 100 mm dürfen sie dick sein.

Die Vakuumluft wird in die Maschine zurückgeleitet, um die Werkstücke zu reinigen. Da diese Luft sehr turbulent strömt, können sich aber von vornherein keine großen Mengen Staub auf den Werkstücken absetzen.

Oszillierende Schleiftechnik

Die sechs sternförmig angeordneten, je 350 mm langen Spindeln der AUT drehen sich immer paarweise in entgegengesetzer Richtung um ihre waagrechte Achse, um einen einheitlichen Schliff der Werkstücke und eine gleichmäßige Abnutzung der Werkzeuge zu erzielen.

Gleichzeitig rotiert der ganze Spiegelkopf um seine eigene, vertikale Achse und oszilliert über die Breite des Transportbandes – fast wie auf dem Jahrmarkt. Die Werkstücke werden so aus wechselnden Richtungen und Winkeln bearbeitet – unabhängig von ihrer Position auf dem Transportband. Außerdem ist so die Nutzung der gesamten Arbeitsbreite (1000 mm) gesichert.

Erfolgreiche Partnerschaft

Ergebnis der langjährigen Zusammenarbeit zwischen Fladder und Heesemann (Bad Oeynhausen) ist die Kombination der Bandschleifmaschinen der Reihe Heesemann MFA mit Fladder-Aggregaten.

Die MFA-Arbeitstischhöhe passt sich numerisch gesteuert unterschiedlichen Werkstückhöhen an. Die Vorschubgeschwindigkeit kann zwischen 0,3 und 10 m/min stufenlos eingestellt werden. Auch hier werden die Werkstücke per Vakuum festgehalten. Das Gebläse ist schallisoliert ins Gehäuse integriert. Dort sind platzsparend auch die Schaltschränke untergebracht.

Die Bedienung erfolgt über einen Industrie-PC mit intuitiv erlernbarer, auf Windows basierender Benutzeroberfläche.

Erschienen in Ausgabe: 04/2011