Magnetooptische Sensoren

Der zuverlässige Einsatz magnetischer Materialien erfordert sowohl innerhalb der Fertigung, im Rahmen der Qualitätssicherung sowie im Bereich der Forschung und Entwicklung exakte Informationen über die Verteilung ihres Magnetfeldes.

18. November 2011

Das Prinzip etablierter Magnetfeldmesssysteme basiert auf unterschiedlichen physikalischen Effekten, durch die ein Magnetfeld die elektrischen Parameter Spannung oder Strom im Sensor beeinflusst.

Aus den gewonnene Messwerten und den spezifischen Materialkonstanten lassen sich Aussagen zur Flussdichte und zur Feldstärke des Magnetfeldes treffen.

So führt bei Hallsensoren der Halleffekt in leitfähigen Werkstoffen (z. B. Halbleitermaterialien) zur Ausprägung einer elektrischen Spannung – der Hallspannung – welche direkt von der magnetischen Flussdichte abhängig ist. Weite Verbreitung finden auch magnetoresistive Magnetfeldsensoren, welche eine vom Magnetfeld abhängige Widerstandsänderung des Sensormaterials nutzen und somit eine Messspannung liefern.

Die Matesy GmbH aus Jena verfolgt mit einem neuen und zugleich vielversprechenden Sensor einen innovativen Weg. Anstelle elektrischer Effekte wird zum Nachweis des Magnetfelds auf die Magnetooptik zurückgegriffen. Der magnetooptische Sensor (MO-Sensor) hat den technischen Vorzug, dass das Magnetfeld und dessen Verteilung direkt über der Magnetoberfläche optisch erfasst werden kann. Damit lassen sich in Echtzeit Aussagen über die Magnetfeldverteilung treffen, da ein zeitaufwendiges „Punkt zu Punkt“-Scannen, also ein Rastern der Oberfläche, wie unter Verwendung von Hallsensoren, entfällt.