Lösungen mit dem Werkzeug Laser

„Wir möchten den EMO-Besuchern bewusst machen, dass das Werkzeug Laser Lösungen für viele gesellschaftliche Megatrends zu bieten hat“, fasst Dr.-Ing. E.h. Peter Leibinger, Vorsitzender des Trumpf Geschäftsbereichs Lasertechnik/Elektronik, das Konzept des Trumpf Messestands zusammen.

05. August 2011

Dabei soll die Freude und Faszination am Thema Laser nicht zu kurz kommen. So können die Messebesucher auf dem auffälligen Messestand Wettbewerbe im Lasertischfussball bestreiten und jede Menge herausragende Laser-Anwendungen begutachten. „Die im Kreis angeordneten Exponate erinnern aus der Ferne an einen CO2-Laserresonator“, erklärt Dr.-Ing. Mathias Kammüller, Vorsitzender des Trumpf Geschäftsbereichs Werkzeugmaschinen/Elektrowerkzeuge. „Inhaltlich machen sie deutlich, dass der Laser bei Themen wie Mobilität, Ressourcenschonung und Gesundheit eine wichtige Rolle spielt und bei einer Vielzahl von Produktionsschritten äußerst vorteilhaft eingesetzt werden kann.“

Megatrend Mobilität

Ein Laser-Anwendungsbeispiel aus dem Bereich des Megatrends Mobilität ist die Herstellung von Batteriekomponenten für Elektroautomobile. Erstmals auf dem Trumpf Stand zu begutachten sind lasergeschweißte Zellverbinder an Batterieblöcken. Diese verbinden einzelne Batteriezellen und gewähren damit den Stromfluss über die Zellen hinweg. Der Zellverbinder kann aus einer Kupfer-Aluminium-Schweißverbindung bestehen. Bei diesem komplexen Verfahren wird Kupfer aufgeschmolzen und in das Aluminium-Bauteil eingepresst. Auch in anderen Bereichen leistet die Lasertechnik einen wichtigen Beitrag zur emissionsfreien Mobilität, sei es durch die Herstellung von Bipolarplatten für Brennstoffzellen-Stacks oder das Schneiden hochfester Werkstoffe zur Gewichtsreduzierung.

Megatrend Ressourcenschonung

Ein besonders auffälliges Exponat ist ein Tiefziehwerkzeug, mit dem etwa die B-Säule an der Rohkarosse eines VW gefertigt wird. Da durch Laser-Auftragsschweißen eine harte Schutzschicht auf die stark genutzte Oberfläche des Werkzeugs aufgetragen wird, kann die Pressform aus Gusswerkstoff bestehen und mit oberflächennahen Kühlkanälen versehen werden. Die so gewährleistete effiziente Abkühlung des Werkstücks verkürzt die Zykluszeit pro Bauteil bei einer gleichzeitig sehr hohen Standzeit der Pressform. Auf diese Weise werden Ressourcen geschont und der Kohlenstoffdioxidausstoß verringert.

Ein weiteres Beispiel ist die Instandsetzung von sicherheitsrelevanten Bauteilen, die bereits bei beginnendem Verschleiß ausgetauscht werden müssen. Durch gezielte, punktuelle Reparatur mittels Auftragschweißen können etwa hochwertige Turbinenschaufeln aus Titan in den Nutzerkreislauf zurückgeführt werden. Die effiziente Reparatur macht die erneute Herstellung der komplexen Bauteile überflüssig und spart somit Rohstoffe und Herstellungskosten.

Megatrend Gesundheit

Am OP-Tisch Tru-System 7500 von Trumpf, der auf eigenen Maschinen gefertigt wird, zeigt sich nicht nur wie sauber Laser arbeiten. Der Tisch macht außerdem deutlich, dass eine konsequente Umsetzung der Prozesskette Blech in Konstruktion und Fertigung erheblich Ressourcen sparen kann. Aufgrund der geringen Schmelze und Wärmeeinbringung beim Laserschweißen ist der Verzug im Vergleich zu konventionellen Verfahren deutlich reduziert. Eine Nacharbeit ist daher meist nicht nötig und die Nähte sind äußerst belastbar. Die strengen Hygienerichtlinien im Gesundheitswesen werden durch den Lasereinsatz zuverlässig erfüllt.

Alle Exponate auf dem Trumpf EMO-Stand haben eine gemeinsame Botschaft: Der Laser lässt sich in sehr viele Herstellprozesse integrieren, um dort eine ergänzende, vereinfachende oder verbessernde Rolle einzunehmen. „Laser up your business!“ ist deshalb auch das Motto des Standes.