Lösung für Warmband-Platinen in Laser-Qualität

Für ihren Kunden Tata Steel Service Centre UK hat die Heinrich Georg Maschinenfabrik GmbH jetzt eine wirtschaftliche Hochleistungs-Warmbandrichtmaschine entwickelt, die die Fertigung von Platinen in Laser-Qualität mit Plastifizierungsgraden bis 80 Prozent in den zu richtenden Bändern und eine hohe Spannungsfreiheit für nachfolgende Prozesse sichert.

30. März 2012

Bei der Herstellung von Platinen in Laser-Qualität sind Plastifizierungsgrade bis 80 Prozent in den zu richtenden Bändern und eine hohe Spannungsfreiheit für nachfolgende Prozesse Herausforderungen, die die Heinrich Georg Maschinenfabrik GmbH jetzt für das britische Unternehmen Tata Steel Service Centre UK gelöst hat. Gemeinsam mit dem Tochterunternehmen Georg UK entwickelte Georg Bandanlagen eine neue Hochleistungs-Warmbandrichtmaschine mit einem extrem steifen Maschinenrahmen für die gewünschten hohen Plastifizierungsgrade. Die Durchbiegung des gesamten Maschinenrahmens bei Höchstlast liegt bei maximal 0,2 mm. Damit ermöglicht Georg optimale Ebenheitswerte in Laser-Qualität für eine nachhaltige Platinenfertigung.

„Wir haben mit unserer alten Richtmaschine leider einige negative Erfahrungen gemacht. Die Platinen waren aufgrund der bisher zu hohen Resteigenspannung für die nachfolgenden Laser-Schweißprozesse nicht geeignet. Es kam zu Reklamationen seitens der Anwender. Mit der neuen Richtmaschine von Georg konnten wir diese Probleme jetzt abstellen und die Qualität deutlich erhöhen“, erläutert Mark Davenport, General Manager von Tata Steel Service Centre UK.

Integrierter Problemlöser für Querteilanlage

Mit derGeorg-Technik können Stahlbänder mit einer Dicke von 3 bis 6 mm bei Streckgrenzen bis 600 N/mm² und einer Bandbreite von 1.000 bis 2.000 mm präzise bearbeitet werden. Dabei wird Platinenebenheit in Laser-Qualität produziert. Das heißt, die Platinen sind nahezu spannungsfrei. „Unseren Ingenieuren ist es gelungen, mit den neuesten Finiten-Elemente-Methoden (FEM) die Kundenwünsche der Maschinenauslegung zu 100 Prozent zu erfüllen. Die Rahmenkonstruktion wurde durch die Berechnungen gezielt optimiert und die gesamte Anlage auch für zukünftige Anforderungen entwickelt“, erläutert Antonio Garcia, Geschäftsbereichsleiter Georg Bandanlagen.

Nach der Fertigstellung integrierte das Service-Team von Georg UK die Richtmaschine vor Ort in eine bestehende Querteilanlage. „Aufgrund der vorhandenen Platzverhältnisse war dies ebenfalls eine große Herausforderung an unsere Spezialisten, die wir aber im vorgegebenen Zeitrahmen umsetzen konnten. Nach nur zwei Schulungstagen konnten bereits verkaufsfähige Platinen produziert werden“, betont Antonio Garcia. Um eine maximale Flexibilität zu erreichen, wurde die Richtmaschine in der bewährten Kassettenbauweise von Georg ausgeführt und der Kassettenausbau nach Kundenwunsch teilautomatisiert.