Leichter schweißen

Gleichmäßiger arbeiten durch verbesserte Technik

Wie weit ist das Feld der Schweißgeräte und -maschinen, wie ausgereift die Technik, und dennoch gibt es immer wieder etwas zu verbessern, sei es aus ergonomischer- oder wirtschaftlicher Sicht. Dem Bediener kommt& pos;s hauptsächlich auf die einfache Bedienbarkeit und ein ermüdungsfreies Arbeiten an. Daher ist es das Ziel aller Schweißgerätehersteller, ihre Produkte in dieser Hinsicht weiter zu verbessern, denn wer gerne mit dem Schweißgerät arbeitet ist auch leistungsfähiger.

10. Dezember 2002

Das konstante Fördern des Schweißdrahtes fördert auch die Gleichmäßigkeit des Lichtbogens und als Folge ein besseres Schweißergebnis. Auf diesem logischen Zusammenhang basiert der neue „PushPull-Schweißbrenner PT-Drive“ von Fronius, Kaiserslautern. Der Schweißer wird die zusätzlichen Vorteile wie kompakten kleinen Handgriff, um 50 Prozent reduziertes Gewicht der Antriebseinheit, bessere Werkstückzugänglichkeit und höhere Kraftübertragung schnell schätzen lernen.

Erleichterung beim Schweißen

Der, laut Fronius, aktuell mit 1.600 Gramm wohl weitaus leichteste PushPull-Schweißbrenner, enthält ein innovatives Antriebssystem. Zwei im Winkel von 90° zueinander angeordnete Präzisionsrollen erzeugen einen großflächigen Kontakt zum Schweißdraht. Überzeugend ist das Ergebnis: Dank der großflächigen Kraftübertragung wird der Draht an der Oberfläche nicht beschädigt. Dies führt selbst bei sehr weichen Aluminiumdrähten stets zu einer bemerkenswerten Drahtförderung und Stromübertragung.

Das von Fronius entwickelte System kann Schweißdrähte von 0,8 bis 1,6 mm verarbeiten. Dabei schweißt es zum Beispiel mit Drahtvorschubgeschwindigkeiten von 22 m/min und einer Schlauchpaketlänge bis zu 10 Metern. So wurde der neue Brenner von Anwender drei Monate lang im Praxistext geprüft, mit positiver Resonanz. Mit dem neuen System hat der Schweißgerätehersteller gezeigt, daß die Grenzen in puncto Gewichtsreduzierung sich immer weiter verschieben lassen. Auch in Hinsicht auf die Bedienbarkeit geht sicher noch was, und es muß nicht immer „Laser“ sein, um dem Bediener seine Arbeit im täglichen, rauhen Alltagsbetrieb zu erleichtern.

Erschienen in Ausgabe: 09/2002