Laserschneiden lackierter Bleche

Neue Möglichkeiten der Gestaltung der Prozessabläufe

15. Januar 2008

Die Erlas Erlanger Lasertechnik GmbH hat ein patentgeschütztes Verfahren entwickelt, mit dem auch noch in bereits lackierte Bleche Ausschnitte mit flexiblen Geometrien von einem Laser eingebracht werden können. Eine entsprechende Systemkonfiguration und Prozeßführung verhindern, dass weder die Lackschicht noch ein unter dem Ausschnitt liegendes Blech dabei erkennbar beeinträchtigt werden. Auf der Basis umfangreicher Untersuchungen stellt die Erlas Erlanger Lasertechnik GmbH ein Konzept vor, mit dem auch noch nach dem Lackieren Öffnungen in Blechteile geschnitten werden können. Potentiellen Anwendern erschließen sich damit völlig neue Möglichkeiten hinsichtlich der Gestaltung ihrer Prozessabläufe und daraus zu Kosteneinsparungen in signifikanten Größenordnungen. So sinkt der Logistikaufwand alleine dadurch immens, dass eine bestimmte Variante erst direkt vor der Montage erzeugt wird. Mögliche Anwendungen sind in der Automobilfertigung z.B. die Löcher für Dachreling und Antenne sowie spezielle Öffnungen im Schaltschrank-, Wannen- und Behälterbau. Die Erlanger Laserspezialisten führten ihre Untersuchungen mit verschiedenen Strahlquellen an einem in der Automobilindustrie üblichen verzinkten Stahlblech der Dicke 0,8 mm mit einem serienmäßigen dreistufigen Lackaufbau mit etwa 90 µm Dicke durch. Zur Anwendung kommt ein neuartiges Trennverfahren, das im Gegensatz zu den klassischen Trennverfahren abtragend arbeitet, wofür allerdings leistungsstarke, kurzgepulste Lasersysteme nötig sind. Die Strahlführung übernimmt ein Scannersystem, das neben flexiblen Ausschnittgeometrien wie Kreisen, Langlöchern oder Rechtecken zusätzliche Features wie z. B. „Wobblen“ (eine überlagerte Kreiselbewegung des Laserstrahls um die Vorschubrichtung) bietet. Mehr dazu im Spezial LASERTECHNIK in unserer Jan/Feb-Ausgabe (Erscheinungstermin 28.2.2008).