Laserprojektoren für den Airbus

Für den Aufbau der CFK-Airbus-Teile zeigen Laserstrahlen in unterschiedlichen Farben die korrekte Lage und Ausrichtung der einzelnen Kohlefaserlagen an. Das Verfahren taugt prinzipiell auch für Blechkonstruktionen.

10. Februar 2012
Bild 1: Laserprojektoren für den Airbus
Bild 1: Laserprojektoren für den Airbus

In der Fertigung der CFK-Teile nutzt Airbus Industrie die Composite-Pro-Lasersysteme von LAP, dem Lüneburger Spezialisten für Lasersysteme zum Messen und Projizieren. Mittlerweile befinden sich knapp über 200 LAP-Systeme in den Airbus-Montagewerken in Frankreich, Deutschland und Spanien im Einsatz.

Laserstrahlen helfen Fehler vermeiden

Zum Aufbau der Karbonfaserteile projizieren die Laserstrahlen die exakte Lage der einzelnen Kohlefaserlagen. Dieses Produktionsverfahren spart Zeit und Geld, da das Ausrichten und das umständliche Einmessen der Teile mit Schablonen entfällt. Zusätzlich kann die korrekte Lage und Ausrichtung der Kohlefasermatten während der Herstellung mit Hilfe der Laserprojektion überprüft werden. Ist eine Matte verlegt, zeigt eine andersfarbige Laserlinie, ob die Matte korrekt positioniert ist. So lassen sich Fehler an den Bauteilen schon während der Produktion ausschließen.

Die Laserprojektoren von LAP können bis zu drei Farben gleichzeitig abbilden. Dadurch lassen sich bestimmte Bereiche hervorheben, die besonders beachtet werden müssen. Durch den Wechsel der Farbe von Rot nach Gelb oder Grün kann das System auch signalisieren, welche Teile die Facharbeiter noch bearbeiten müssen, welche Teile in Arbeit oder bereits fertig sind. Auch das Einblenden von Teilenummern ist möglich.

Maximale Flexibilität durch drehbare Projektion

Die integrierte LAP-Software kann die gesamten Arbeitsabläufe steuern und kontrollieren. Bei Airbus ist das spezielle Multi-Head-System für die Bearbeitung großer Teile im Einsatz. Mehrere Projektoren, deren Arbeitsbereiche überlappen, überspannen die gesamte Länge. Der Größe der Arbeitsplätze und somit der Größe der CFK-Flugzeugbauteile sind daher keine Grenzen gesetzt. „Das Besondere an den Composite- Pro-Lasersystemen bei Airbus ist, dass wir einige Systeme mit einer drehbaren Projektion ausgestattet haben. Dadurch kann das Bauteil in der Montagehalle gedreht werden und die Laserlinien folgen dieser Drehung. Das verstehe ich unter: maximale Flexibilität,“ erläutert Axel Rieckmann, Vertriebsleiter Industrie bei LAP, selbstbewusst.