Laserkomponenten aus einer Hand

Strahlquelle, Strahlführung, Optik, Sensoren und Software – als kompetenter Partner für Lasersystemhersteller bietet Trumpf alle Laserkomponenten und stellt auf der Lasys 2014 zwei Weltneuheiten vor.

16. Juni 2014

Trumpf erweitert sein umfangreiches Produktportfolie um die Trumark 5010 und die neue Diodenlasergeneration rund um den Trudiode 4506. Der Faserlaser basierte Markierlaser Trumark 5010 ist als „All-in-one“-Lösung konzipiert und vereint Faserlaser, Scanner, Steuerung und interne Fokuslagensteuerung in einem Gehäuse. Ein separates Versorgungsgerät wird nicht benötigt. Dank platzsparender Bauweise, hoher Schnittstellenverfügbarkeit und effizienter Luftkühlung ist der Trumark 5010 bestens für die Integration in Fertigungssysteme geeignet.

Das gilt auch für den neuen Trudiode 4506: Dank geringer Aufstellfläche, kompakter Bauweise und modularem Aufbau ist er problemlos in vorhandene Systeme integrierbar. Die neue Generation der Dioden-Direkt-Laser liefert eine exzellente Nahtqualität bei Wärmeleit- und Tiefschweißanwendungen und stets reproduzierbare Ergebnisse. Er zeichnet sich durch einen sehr guten Wirkungsgrad von 40 Prozent aus und ist der ideale Laser für eine energieeffiziente industrielle Fertigung im Mehrschichtbetrieb.

Alles für die erfolgreiche Integration

Ob nun Strahlquelle, Strahlführung, Optik oder Sensoren – das Technologieportfolio von Trumpf bietet eine Fülle an prozessoptimiertem Zubehör. Alle Komponenten samt Steuerung, Schnittstellen und Software sind somit optimal aufeinander abgestimmt und genügen in jeder Hinsicht höchsten Ansprüchen, was die Trumpf-Lasertechnologie hervorragend auf die Integration in übergeordnete Anlagen vorbereitet.

Denn die Welt der Laseranwendungen ist vielfältig. Jede Applikation stellt jedoch ihre ganz speziellen Anforderungen. Welche Strahlquelle ist mit welcher Optik für welche Anwendung die beste Wahl? Mit einem breiten Technologieportfolio und jahrzehntelanger Erfahrung bietet Trumpf Beratung und Lösungen für nahezu alle Anwendungen.

Schnittstellen- und Softwarekompetenz

Für die erfolgreiche Integration eines Lasers in eine Maschine oder Fertigungslinie sind vor allem die Schnittstellen entscheidend. Festkörperlaser von Trumpf sind hierbei sehr flexibel und mit allen in der Industrie gängigen Feldbussystemen kompatibel. Klarer Vorteil: Der Anwender profitiert von einer einheitlichen Steuerungsarchitektur. Dabei ist die Software Trucontrol der Dreh- und Angelpunkt des kompletten Lasersystems. Hierüber erstellt der Anwender Laserprogramme, selektiert und archiviert Parameter, optimiert Prozesse, ermöglicht Remote-Services, sichert Qualitätsdaten und überwacht Grenzwerte.

Mit flexibler Strahlführung zum Ziel

Von der Strahlquelle bis zum Werkstück bahnt sich der Laserstrahl seinen Weg durch Freistrahlführungen oder Laserlichtkabel. Mit eigenen Lösungen und Komponenten ist Trumpf auch hier optimal und flexibel aufgestellt. Auf der Lasys 2014 zeigte das Unternehmen verschiedene Strahlleitungen und -weichen, die es erlauben, den Laserstrahl an mehreren Stationen zu nutzen. Ob sich die Laserleistung dabei an den Stationen teilt oder zeitlich versetzt zur Verfügung steht, ist je nach Anforderung wählbar. Besonders schnelle Strahlweichen schalten in nur 30 Millisekunden um – das macht die Anlage spürbar wirtschaftlicher.

Neben den bewährten Laserlichtkabeln für unterschiedliche Strahlqualitäten sind auch auf spezielle Anforderungen angepasste Faserquerschnitte verfügbar, etwa Rechteck- und Quadratfasern für die flächige Bauteilbearbeitung. Eine Besonderheit ist das Trumpf-2-in-1-Laserlichtkabel, bei dem der Anwender in einem Kabel zwischen zwei Kern- und somit Fokusdurchmessern umschalten und an einer Station schweißen und schneiden kann, ohne das Laserlichtkabel zu tauschen.

Die richtige Optik macht den Laser

Zum echten Werkzeug wird der Laserstrahl erst durch die passende Bearbeitungsoptik. Sie formt und fokussiert den Strahl und führt Zusatzstoffe wie Gas hinzu, die zum Schneiden oder Schweißen notwendig sind. Ob Fest- oder Scanneroptiken: Trumpf entwickelt leistungsstarke und hochflexible Optiken für die unterschiedlichsten Anwendungen. Mit der Einführung der zweiten Generation programmierbarer Fokussieroptiken (PFO) unterstrich das Unternehmen auf der diesjährigen Lasys seine Rolle bei der klassischen Laserremotebearbeitung und der Bearbeitung on-the-fly.

Neben verbesserter Dynamik und Präzision zeichnen innovative Funktionen die neuen Optiken aus. So ist es beispielsweise möglich, die genaue Spiegelposition zu messen und bei Bedarf zu korrigieren – und zwar unabhängig von Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen. In diesem Zuge führt Trumpf die neue PFO-Smart-Teach-App ein, mit welcher der Anwender direkt am Bauteil bequem per Tablet-Computer mittels Live-Bild-Übertragung das PFO-Programm einrichten kann, was eine deutliche Zeitersparnis ermöglicht.

Alle Prozesse im Blick

Kamera-basierende Lösungen sind auch in der Prozessüberwachung ein bewährtes Mittel. Trumpf hat zum Schweißen und Schneiden mit Festkörperlasern verschiedene Kameras und Sensoren im Programm, die hierfür auf einfache Weise zur Prozessbeobachtung in Bearbeitungsoptiken integrierbar sind. Dieselben Kameras lassen sich auch zur sogenannten Offline-Lageregelung nutzen. Sind Bauteile verdreht positioniert, erkennt dies die Bildverarbeitung und regelt das Laserprogramm entsprechend nach.

Dank Merkmalserkennung ist es sogar möglich, die Schweißnaht entlang kreisförmiger Öffnungen oder Kanten auszurichten. Dabei lassen sich über die Bildverarbeitung Qualitätsdaten auslesen und abspeichern. Durch die nahtlose Einbindung der Bildverarbeitung an die Schnittstellen zur Lasersteuerung wird eine in sich abgestimmte und einfach integrierbare Lösung realisiert.

Auch beim Lasermarkieren stehen dank des Trumark spezifischen Kamerasystems Observer verschiedene Funktionen zur Verfügung. Es ist möglich, die Lage des Werkstücks zu erkennen und den Markiervorgang entsprechend zu korrigieren, Barcodes auszulesen sowie die Fokuslage automatisch einzustellen.