Laser-Schnittlinie übertrifft Erwartungen

Platinenschneidanlagen mit Laser brauchen zwar keine Werkzeuge, erreichen aber nicht die Produktivität herkömmlicher Schnittlinien. Das muss aber nicht immer so sein: Bei einem Kunden von Schuler haben die neu entwickelten Anlagen nach dem ersten Betriebsjahr die zugesagten Ausbringungsleistungen je nach Bauteil um 20 bis 100 Prozent übertroffen.

22. Januar 2018
In der Praxis übertraf die Laser-Platinenschneidanlage die vertraglich zugesagte Ausbringungsleistung um 100 Prozent. (Bild: Schuler)
Bild 1: Laser-Schnittlinie übertrifft Erwartungen (In der Praxis übertraf die Laser-Platinenschneidanlage die vertraglich zugesagte Ausbringungsleistung um 100 Prozent. (Bild: Schuler))

In einer Schicht wurden bereits mehr als 8.500 Außenhaut-Platinen produziert, und es gibt noch Potential für Steigerung. Das reicht, um eine Servo-Pressenlinie von Schuler mit einer Ausbringungsleistung von 18 Hüben pro Minute zu versorgen. Besonders bei oberflächenempfindlichen Aluminium-Platinen kommt die Laser-Platinenschneidanlage nahe an die Ausbringung einer konventionellen, werkzeuggebundenen Pressenschnittlinie heran.

 

Höhere Schnittkantenqualität, weniger Flitterbildung

Hinzu kommt, dass sich der Kunde nicht nur die Anschaffung, Lagerung, Wartung und Reparatur der teuren Werkzeuge und den Rüstaufwand spart, weil sich die Form der Zuschnitte auf Knopfdruck umstellen lässt; beim Platinenschneiden mit Laser verbessert sich auch die Qualität der Schnittkanten. Zudem zeigt sich im ersten Betriebsjahr, dass die Rückstände im Umformwerkzeug durch ablösenden Schnittgrat (Flitter) deutlich reduziert werden.

Mehrere Laser-Platinenschneidanlagen mit Dynamicflow-Technik sind bereits in der Automobilindustrie in Betrieb. Dabei überzeugte die Kunden auch die Möglichkeit zur Materialeinsparung (unter anderem durch flexibles „Nesting“) sowie die Tatsache, dass auf aufwendige Fundamentarbeiten verzichtet werden kann. Ein Premium-OEM hat bei Schuler kürzlich eine weitere Linie in Auftrag gegeben.