Laser lösen Isotopen- und Röntgensysteme ab

Neues System misst unabhängig von den Materialeigenschaften

16. Dezember 2009

LAP hat neue Laser-Dickenmesssysteme entwickelt, die eine kostengünstige Alternative zu radiometrischen Systemen sind. Umfangreiche Messungen zeigen, dass sie die neuen CALIX-Sensoren mit einer Messgenauigkeit von ± 4 µm bei einer Wiederholgenauigkeit von ± 0,4 µm (2 ?) messen, und zwar über den gesamten Dicken-Messbereich von 0,02 bis 30 mm. Calix-Systeme arbeiten vollkommen unabhängig von den Materialeigenschaften des Bandes, Materialkennwerte brauchen nicht – wie es bei der radiometrischen Dickenmessung erforderlich ist – eingegeben und gepflegt zu werden.

Die materialunabhängige Messung bringt es auch mit sich, dass eine versteckte, materialbedingte Fehlerfortpflanzung aufgrund von Materialinhomogenitäten des Bandmaterials nicht auftreten kann. Auch das ‚Dickenrauschen‘ radiometrischer Systeme oder das von Isotopen-Systemen bekannte Quellrauschen treten nicht auf. Mit hoher Messgenauigkeit und kompaktem Aufbau ist Calix im Rahmen von Neubau- oder Modernisierungsmaßnahmen eine attraktive Alternative zu radiometrischen Messsystemen.

Der vergleichsweise geringe Aufwand für die Optik und die Auswerteelektronik sowie für Kalibrierung und Wartung machen das System darüber hinaus zu einer kostengünstigen Lösung. Da die Messrahmen sehr kompakt sind – ein System erfordert in Bandrichtung lediglich eine Lücke von maximal 400 mm – können sie vorhandene radiometrische Systeme ersetzen, ohne Umbauten an der Bandanlage zu erfordern; existierende Verfahreinrichtungen können weiterhin genutzt werden. Die Öffnungsweite des C-Bügels beträgt bis zu 200 mm. LAP hat das System für Kaltbandanwendungen entwickelt; auch bei wechselnden Umgebungstemperaturen arbeitet es präzise: Selbst bei einer Temperaturdifferenz von 50 °K beträgt die Drift weniger als 0,5 µm.