Lange Nacht der Wissenschaften

Jeder, der die Fraunhofer zur Langen Nacht schon erlebt hat, weiß, dass man hier immer wieder auf neue Überraschungen trifft. Wer noch nicht im Dresdner Fraunhofer-Institutszentrum war, sollte sich diese Chance nicht entgehen lassen. Die Wissenschaftler aus sechs Fraunhofer-Instituten Dresdens warten in diesem Jahr mit einer beeindruckenden Themenvielfalt auf.

16. Juni 2011

Egal, ob es um Fragen zur Energie, Umwelt, Gesundheit, Nanotechnologie oder zu innovativen Werkstoffen geht – Fraunhofer hat stets zukunftsweisende Ideen parat und präsentiert diese zur Dresdner Langen Nacht der Wissenschaften.

Im Fraunhofer-Institut für Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP etwa wird der Erhalt von Gesundheit, Umwelt und Wissen ganz groß geschrieben. Eine solarbetriebene Autorennbahn zeigt, wie viel Speed in erneuerbaren Energien stecken kann - ohne dass unsere Umwelt davon Schaden nimmt.

Die Station „Gesundheit durch Reinheit und Verträglichkeit“ klärt darüber auf, wie man medizinische Wunderwerke mit der sterilisierenden Wirkung des Elektronenstrahls vollbringen kann – und somit die Gesundheit erhält. Außerdem gibt es eine Menge zu gewinnen im Fraunhofer FEP: Ein Rätselbogen über die Funktionsweise der Photovoltaik macht Schüler zu Schlaubären. Zu gewinnen gibt es noch mehr Wissen in Form einer kostenfreien Teilnahme an der Fraunhofer-Talent School 2011 in Dresden.

Magische Momente gibt es in diesem Jahr am Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM zu erleben. Die Wissenschaftler verblüffen mit „Übers Wasser Laufen für Jedermann“ oder bringen „wie von Zauberhand“ Metalle zum Schweben. Ganz praktisch stellen sie aber auch die Festigkeit alltäglicher Dinge wie Bergsteigerknoten oder Strumpfhosen in einem Zugversuch auf die Probe. Und natürlich gibt es auch in diesem Jahr die selbst gepressten IFAM-Münzen.

Vor allem an Kinder und forschungsinteressierte Jugendliche richtet sich das diesjährige attraktive Programm am Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS. So können hier kleine Detektive ihre Fingerabdrücke elektrochemisch sichtbar machen, Riesenpuzzle zusammensetzen und dabei Wissenswertes zum Herstellungsprozess und zur Nutzung von Schaumkeramiken erfahren oder einfach beim Blitzschachturnier mit kostbaren keramischen Schachfiguren teilnehmen. Wem dabei die Puste ausgehen sollte, kann sich einem Lungenfunktionstest mit keramischen Drucksensoren unterziehen oder gleich reinen Sauerstoff – vor Ort mit keramischen Membranen produziert – im Luftballon mitnehmen.

Aber auch den großen Besuchern der Langen Nacht der Wissenschaften werden im Fraunhofer IKTS spannende Exponate und Vorträge rund um das Thema Hochleistungskeramik geboten. So veranschaulicht ein gläserner Abgasstrang neue keramische Material- und Fertigungskonzepte für moderne Brennräume und Abgassysteme. Darüber hinaus kann man Mikroorganismen bei ihren wertvollen Reinigungsarbeiten von Abwässern in einer gläsernen Kläranlage beobachten und Fraunhofer -Wissenschaftlern beim automatisierten Spritzgießen von keramischen Bauteilen über die Schulter schauen.

Das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS fördert in diesem Jahr mit vielen Angeboten vor allem die jugendlichen Interessenten. Das Motto lautet: Gewusst wie – Forschung Energie. Keine Frage des Energie-Wissensparcours ist mit Google oder Wikipedia zu beantworten. Bei der Antwortensuche sind Pfiffigkeit und eigene Aktivität der Besucher gefragt, denn Zuhören, Schauen und eigenes Tun führen zur Lösung.

Besucher können an einer Modellautobahn mit einem E-Bike selbst Energie erzeugen und erleben wie Energiespeicher funktionieren. Die Wissenschaftler zeigen, dass eine Klebnaht eine Waschmaschine hält und erklären dieses Phänomen. An den Laseranlagen präsentieren die IWS-Forscher wie beim Laserschneiden, -schweißen, -beschichten und Laserstrukturieren Energie eingespart werden kann.