Kurze Wege zu Partnern und Kunden

Sonderformate

Das Konzept von Regionalmessen wie [wfb] scheint aufzugehen, können sie doch zentrale Großereignisse perfekt ergänzen. Ein Interview mit Petra Ziegler vom Carl Hanser Verlag.

17. März 2014

Frau Ziegler, als Sie vor zwei Jahren mit der [wfb] starteten, galt das als gewagter Schritt? Hat sich das Wagnis gelohnt?

Das Wagnis hat sich auf jeden Fall gelohnt, die Messe wird gut angenommen. Die Messe ist jedes Jahr ein Stück gewachsen, das regionale Konzept trägt Früchte. Wir konnten an beiden Standorten – Augsburg und Siegen – jeweils viele Unternehmen aus der Region als Aussteller gewinnen, die kurze Wege zu Partnerunternehmen und Kunden wirklich suchen. So haben wir an beiden Standorten durchaus unterschiedliche Aussteller und natürlich auch Besucher. Direkt in den Branchenclustern die Messen zu veranstalten, hat sich als lohnend erwiesen – für Aussteller und Fachbesucher.

Was möchten Sie mit der Messe den Werkzeug- und Formenbauern vermitteln, und warum sollen diese Technikspezialisten auf diese Messe kommen?

Einem Messeveranstalter geht es nicht darum, durch eine Veranstaltung eigene Vorstellungen oder Botschaften zu vermitteln. Vielmehr muss er in den Markt hineinhören, dessen Tendenz erkennen – und konstruktiv handeln. Die Branche hatte bereits 2008 signalisiert, dass man gern eine weitere Branchenmesse hätte, die aber geografisch direkt in den deutschen Märkten plaziert sein müsste. Einer der größten Märkte – sowohl produzenten- als auch abnehmerseitig – liegt in Süddeutschland. Deshalb findet die Messe alle zwei Jahre in Augsburg statt. Der Themenkreis der [wfb] ist maßgeschneidert für die Branche, sie hat deshalb einen Magneteffekt auf Aussteller und Besucher.

Welche thematische Basis hat die Messe?

Die Leitlinien der Messe sind ganz klar die technologischen Themen und Trends entlang der Prozesskette, inklusive aller vor- und nachgelagerten Prozessstufen. Daraus ergibt sich die Aussteller- und Besucherstruktur. Da der Werkzeug- und Formenbau in vielen Facetten auch in andere Branchen hineinreicht, kommen Besucher aus der Kernbranche und aus zahlreichen Randbereichen.

2014 haben Sie erstmals Vergleichsmöglichkeiten. Wie hat sich in Augsburg der Zuspruch der Aussteller gegenüber 2012 entwickelt?

Wir haben dieses Jahr im Vergleich zur letzten Messe in Augsburg 2012 ein Wachstum bei der vermieteten Fläche von über zehn Prozent und einen Zuwachs an Ausstellern von zirka sechs Prozent. Das entspricht unseren Erwartungen. Es werden aber noch weitere Aussteller dazukommen, denn noch sind Anmeldungen möglich.

Erschienen in Ausgabe: 02/2014