Kupferpreisen konstruktiv begegnet:

Bimetall-Drähte senken Kosten und steigern Nutzen

19. Mai 2010

Mit ihren Bimetall-Drähten befreit die Nexans Deutschland GmbH Anwender vom Kostendruck: Bei kupferummantelten Stahl- (CCS, cooper clad steel) oder Aluminiumdrähten (CCA, copper clad aluminium) fällt der Anteil des roten Metalls geringer aus.

Das mindert die Materialkosten, aber nicht die Güte. Ganz im Gegenteil: Oft bieten Stahl- oder Aluminiumkerne Vorteile. Für die Verwendung von Aluminium spricht beispielsweise das Gewicht, für Stahl die Zugfestigkeit des Drahtes.

Die etwas schlechtere Stromleitfähigkeit des Kerns spielt bei vielen Anwendungen keine Rolle: Hochfrequente Ströme nutzen aufgrund des Skin-Effekts ohnehin eher den Außenbereich des Drahts, so dass der Leitwert des Kerns kaum Bedeutung hat.

Oft sind die speziellen Eigenschaften der CC-Drähte sogar gefordert: Datenleitungen mit starker mechanischer Beanspruchung beispielsweise profitieren von der „stählernen Seele“, die ihnen Reißfestigkeit verleiht. Auch Bimetall-Anschlusskabel einer Zugmaschine (LKW) sind dauernder mechanischer Belastung besser gewachsen als Kupferlösungen gleichen Durchmessers.

Im Flugzeugbau spielt zudem die Gewichtsersparnis eine entscheidende Rolle. CCA verringert das Leitungsgewicht, reduziert den Kraftstoffverbrauch und bietet gleichzeitig Kostensenkungspotenzial.