Kräftig investiert

Der japanische Konzern Yaskawa wächst stärker als der Markt und investiert in Europa in 10.000 Quadratmeter moderne Werke und Gebäude.

11. Juli 2017
Der japanische Konzern Yaskawa wächst stärker als der Markt und investiert in Europa erneut in moderne Werke und Gebäude  wie hier am europäischen Headquarter der Robotics Division in Allershausen bei München. (Bild: Yaskawa)
Bild 1: Kräftig investiert (Der japanische Konzern Yaskawa wächst stärker als der Markt und investiert in Europa erneut in moderne Werke und Gebäude wie hier am europäischen Headquarter der Robotics Division in Allershausen bei München. (Bild: Yaskawa))

„Wie die Investition in Slowenien und Allershausen sind diese beiden Projekte Teil unserer Strategie für die Region Europa und Afrika. Damit bauen wir das Engineering und die Fertigungskapazitäten weiter aus, um besser auf Kundenwünsche eingehen zu können“, so Bruno Schnekenburger, Präsident Robotics Division Yaskawa Europa.

Projekte in Slowenien und Deutschland

Vor wenigen Monaten gab Yaskawa zwei größere Investitionsprojekte bekannt: In Slowenien entstehen ein neues europäisches Robotik-Entwicklungszentrum und eine Roboterproduktion, in Allershausen bei München wird das Headquarter der Roboter-Division um weitere 5.000 Quadratmeter Nutzfläche erweitert. Damit stärkt und erweitert das Unternehmen seine Produktionskapazitäten in Europa.

Jetzt kündigt Yaskawa zwei weitere Großprojekte mit mehr als 10.000 Quadratmetern Produktions- und Bürofläche und einer Investitionsumme von zehn Millionen Euro an: in Nantes, Frankreich, wird ein neues Gebäude mit einer Fläche von 6.700 Quadratmetern gebaut. Am neuen Standort werden die Produktbereiche ‚Drives, Motion und Control‘ sowie ‚Robotics‘ für den französischen Markt unter einem Dach zusammengeführt.

Gut für die Zukunft aufgestellt

„Mit einer Erhöhung der Fläche um 50 Prozent sind wir gut für die Zukunft aufgestellt“, so Xavier Lucas, Präsident Yaskawa Frankreich. Das neue Gebäude wird direkt an der Autobahn A83 gebaut, nur wenige Kilometer vom heutigen Standort und dem Flughafen Nantes entfernt.

Über das Bauprojekt in Frankreich hinaus wird in Torsås, Schweden, das bestehende Verwaltungsgebäude nach modernen Standards umgebaut. Zudem entstehen eine neue Fabrikhalle sowie neue Büroarbeitsplätze. Die Fertigstellung der neuen Gebäude ist für Ende 2018 geplant.

Standardisierte Schweißzellen für Europa und Afrika

In Schweden (Torsas) und Slowenien (Ribnica) wird Yaskawa Positionierer, Fahrbahnen, Vorrichtungen sowie standardisierte Schweißzellen für Europa und Afrika fertigen. Darüber hinaus fertigt Yaskawa in Schweden patentierte Greifer-Technik für die Getränkeindustrie in Europa. Auch die Entwicklung und Fertigung spezieller Robotersysteme für die automatische Reparatur von Holzpaletten betreibt Yaskawa von Schweden aus.

Diese Investitionen sind Teil der Europa-Initiative des Konzerns, wie sie Ende vergangenen Jahres von Hiroshi Ogasawara, President und CEO von Yaskawa Electric, sowie von Manfred Stern, Corporate Vice President Yaskawa Electric und CEO der Yaskawa Europe, auf einer Pressekonferenz vorgestellt wurde. Neben dem Ausbau der Infrastruktur enthält die Strategie auch die Stärkung des Entwicklungs- und Applikations-Engineering sowie Akquisitionen, um die Bereiche ‚Energy‘ und ‚Marine‘ zu stärken.

Yaskawa – mit mehr als 350.000 installierten Einheiten einer der weltweit größten Akteure im Bereich Industrieroboter verfolgt in Europa eine ambitionierte Expansionsstrategie. Damit agiert das 1915 gegründete Unternehmen bewusst entgegen dem internationalen Trend, Technologie-Know-how und Produktionskompetenz von Europa nach Asien zu verlagern.