Kostenfrage Materialabfall

Energiesparende Späneschmelzöfen ermöglichen effizientes Recycling von Aluminiumspänen

04. Dezember 2007

Rund 1,3 Millionen Tonnen Aluminium wurden 2006 in Deutschland hergestellt, doch nur bei 39 Prozent davon handelt es sich um Primäraluminium. Den weitaus größeren Anteil trägt mit 795.700 Tonnen das Recyclingaluminium. Gründe für das große Interesse an der Aufbereitung von Alt-Aluminium sind einerseits der aufwändige und wegen der Energiekosten hierzulande sehr teure Herstellungsprozess von neuem Aluminium und andererseits der hohe Preis des Leichtmetalls: Zwischen 2.200 und 2.500 Euro kostet eine Tonne. Selbst winzigste Reste sind wertvoll, laut Verband der Aluminiumrecycling-Industrie (VAR) waren allein in den Schmelzwerken der Verbandsmitglieder 18 Prozent der wiederverwerteten Schrotte Aluminiumspäne. Einige Unternehmen, wie beispielsweise der Automobilzulieferer Kronprinz Aluguss, setzen inzwischen bereits auf eigene Späneschmelzöfen. Rund 90.000 Tonnen Aluminiumspäne wurden im vergangenen Jahr von Mitgliedern des VAR eingeschmolzen. Allerdings, so Günter Kirchner, Geschäftsführer des Verbandes, gibt die Statistik nicht das gesamte Bild wieder: „Die tatsächlich recycelte Menge liegt höher, da sortenreine und anhaftungsfreie Späne zum Teil auch firmenintern aufbereitet werden.“ So auch bei Kronprinz Aluguss. Im dem Solinger Unternehmen werden jährlich etwa 2,4 Millionen Aluminiumräder gegossen und nachbearbeitet. Dabei fallen durch die Dreh- und Bohrbehandlung der Räder pro Tag gut 30 Tonnen Späne an. Zuviel, um sie nicht zu nutzen.